Seelenworte

Ein Hauch von Depublikation weht durch den Raum

Hallo zusammen!

Da rief ich dieser Tage abends meine Mails ab – ironischerweise nachdem ich einen neuen Trailer für meinen YouTube-Kanal geschnitten hatte (online ab 1.1.) – und stolperte über einen Betreff, den ich nicht erwartet hatte: „Your video has been removed from YouTube“.

Also denn, geseufzt, noch einen Tee geholt und spätabendlich die Lage sondiert. Opfer des Bannhammers war die Fire Bucket Challenge. Ein Video, das ich im September 2014, also vor mehr als fünf Jahren, mit Tobi und Gérard gedreht hatte1.
Kontext: Mitten in der ALS-gewidmeten Ice Bucket Challenge (und ja, das ist fünf Jahre her) hatten wir die Idee, inspiriert von einem Stunt Team, einen feurigen Kontrast dazu zu setzen. Auch mit Spendenaufruf, aber mit Warnung, es nicht einfach nachzuahmen.
Es war lustig, es kam gut an, es war bis heute das neunterfolgreichste Video meines (insgesamt natürlich bestenfalls marginal erfolgreichen) Kanals.

Aber fünf Jahre sind eine lange Zeit, und mit dieser langen Zeit kamen neue Community Guidelines auf YouTube und damit der Passus, der den Bogen zur Gegenwart zurückschlägt:

Challenges that present risk of death are not allowed on YouTube.

Nun war unser Video natürlich vor allem ein (offenbar zu gut gemachter) Trick, ein praktisch umgesetzter Spezialeffekt in kontrollierter Umgebung, von Leuten, die wussten, was sie tun.
Aber natürlich kann ich YouTube da an sich gar keinen Vorwurf machen, denn es ist natürlich (trotz diverser expliziter Warnungen) inszeniert wie eine Challenge.
Satire? Ironie? Community Guidelines!

Es ist jedoch auch ein gutes Mahnmal, wie verwundbar sehr viel von dem Content ist, den wir alle heute so präsentieren. Selbst das Blog hier, das ja aus Faulheit bei WordPress gehosted ist, könnte theoretisch jeden Tag abgeschaltet werden.
Einige meiner Projekte, der DORPCast etwa, liegen mehr oder weniger komplett bei uns, und im Worst Case bräuchten wir maximal einen neuen Server, über den wir RSS-Skript und MP3s neu anbieten könnten. Das können wir theoretisch sogar komplett selbst aufsetzen.
Aber so vieles anderes? Die Videos auf YouTube? Die Artikel hier? Viele artikulierte Meinungen auf den sozialen Medien? Ja sogar die Bücher über BoD? Theoretisch liegt das alles jeweils an einem Ort, an dem ein einziges Wirtschaftsunternehmen den Hebel jederzeit umlegen könnte. (Etwas, was nicht nur die digitale Welt betrifft, wenn man beispielsweise bedenkt, wie es sich ausgewirkt hat, dass der Buchgroßhändler Libri jüngst mal eben 25% der geführten Produkte delisted hat.)

Aber was bleibt uns auch? Wir können natürlich eigene Server aufsetzen, verlieren aber etwa bei den Videos das, was YouTube halt besser bietet als jeder andere – Augenpaare potenzieller neuer Zuschauer, die den Kram ja auch erst mal finden müssen.
Theoretisch könnten wir uns eine On-Demand-Druckmaschine kaufen – jetzt mal das Geld außen vor – und unsere Bücher wirklich selber drucken. Aber dann müssten die auch erst mal in den Handel.
Die Ware, die wir kaufen, ist Bequemlichkeit. Die Bequemlichkeit, nicht über Distributionswege nachdenken zu müssen. Die Bequemlichkeit, oftmals auch relevante Kosten an externe Dienste auslagern zu können. Manchmal sogar Haftbarkeiten.

Und da liegt natürlich auch der Hase im Pfeffer. YouTube verwehrt sich gegen solche Videos ja nicht nur, weil „it’s important to us that YouTube is a safe place for all“ (Zitat aus der Mail), so zum reinen Selbstzweck, sondern halt auch, weil all diese Plattformen zunehmend in die Pflicht genommen werden, ihre Inhalte zu verantworten.
Da ist auch nichts gegen einzuwenden. Um es klar zu sagen: Mich enttäuscht die Depublikation2 des Videos, sie ärgert mich sogar ein wenig, aber ich kann das grundsätzlich nachvollziehen.

Nur. Nur ist das ein Problem, weil es den gesamten ehrgeizigen Gedanken des freien Internets – die Abschaffung von kulturellen Torwächtern – aushöhlt. Natürlich ist es aus wirtschaftlicher Sicht klar, dass eine Firma wie YouTube rechtlich und werbetechnisch nicht in Ungunst geraten möchte. Wer aber letztlich am Ende wieder Spielball dieser Entscheidungen wird, sind die Kulturschaffenden.3
Selbst wenn ich davon ausginge, dass da nur ultra-wohlmeinde, allgütige Entscheider säßen, so wäre doch noch immer Hanlons Rasiermesser4 alleine Grund genug, sich Sorgen zu machen.
YouTubes Guidelines in der Sache sind dabei ja auch kein Gesetz. Hier lag kein Rechtsverstoß vor, auch kein Urheberrechtsverstoß. Schlussendlich sind diese Guidelines eine arbiträre Setzung, die ein Unternehmen seiner Plattform auferlegt hat, so sinnvoll oder wohlmeinend sie auch sein mögen. Das ist schon in Ordnung, es ist ihre Plattform und wer räumt, hat Recht. Man darf sich nur nicht einbilden, dass man als Content Provider da eine Rolle spielt.5
Community Guidelines, das ist der heimtückische Sprachtrick, sind ja keine Guidelines von der Community, es sind Guidelines für die Community.
Und dessen sollten wir uns immer bewusst sein.

Es ist vielleicht für Außenstehende auch ganz interessant, sich das Prozedere mal zu visualisieren. Der Hinweis auf die Depublikation erfolgte nicht im Backend von YouTube; da war ich ja direkt vorher noch, um den Kanaltrailer hochzuladen. Nur per Mail.
Diese Mail stellt einen mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen, ist aber auch erkennbar ein englisches Formschreiben. Es gibt die Möglichkeit, Widerspruch einzulegen, die bringt einen aber auch nur zu einem automatisierten (und sehr kleinen) Textfeld, um seinen Protest zu formulieren.
Abgesehen davon ist das Video weg. Es bleiben einem selber sieben Tage, das Video intern zu sichten und zu erwägen, ob man denn widersprechen möchte. Davon abgesehen ist das Video aber gesperrt; nicht mal die im Backend normalerweise vorhandene Funktion, sich das Video selbst noch mal lokal runterzuladen, ist noch da.
De facto ist einem der Zugang zu seinem Werk genommen.
Das ist schon gruselig.

Die Depublikation eines Videos in meinem nicht mal monetarisierten Kanals ist kein Untergang. Die Depublikation mancher anderer Kanäle kann ganze Leben ruinieren.6
Die Depublikation unseres kleinen Videos ist schade. Die Depublikation mancher anderer Videos wären ein herber kultureller Verlust.
Und wir? Was können wir tun? Lernen?
Wir Kulturschaffenden sollten niemals vergessen, dass vieles was wir tun letztlich ob der Gnade wirtschaftlicher Unternehmen möglich ist. Und dass diese Gnade jederzeit enden kann.
Und wenn es am Ende nur bedeutet, Backups aller eigenen Werke sicher zu verwahren, damit man wenigstens teilweise wieder aufbauen könnte, was gegebenenfalls abgeschaltet wurde.

Die Gedanken sind frei.
Die Distributionswege sind es nicht zwingend.

Insofern schlägt sich auch ein bedrückender Bogen zum DORPCast an diesem Sonntag, der sich ja mit dem deutschen Jugendschutz befassen wird. Die Torwächter dort sind andere, aber gerade das Schlusswort unseres diesmaligen Gastes hallt gerade ein wenig nach.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Das Video ist natürlich jetzt weg, den Artikel dazu mit mehr Kontext hier im Blog gibt es allerdings noch. Auch das Making Of aus dem Folgejahr gibt es noch
  2. Der Begriff „Depublikation“ meint das Entfernen von Internet-Inhalten aus dem öffentlich zugänglichen Raum, allerdings meist im Kontext der öffentlich-rechtlichen Mediatheken. Ich leihe ihn mir an dieser Stelle aber einmal bewusst als bemüht wertfreien Begriff aus, um Kampfbegriffe wie „Zensur“ rauszuhalten, denn darum geht es mir nicht. 
  3. Damit sind wir thematisch übrigens plötzlich erstaunlich nah an dem Wikipedia-Streit früher in diesem Jahr, der ja schlussendlich auch ein Torwächter-Problem ist. 
  4. Schreibe niemals etwas der Böswilligkeit zu, was auch durch Dummheit hinreichend zu erklären ist“. Mehr dazu auch in einem älteren Artikel hier im Blog
  5. CGP Grey nennt’s in Episode 111 von Hello Internet ja recht treffend/zynisch Advertising Inventory Management, was wir alle da machen. 
  6. Eine Geschichte, die sich in Wohlgefallen auflöst, aber der oben schon erwähnte YouTuber CGP Grey hat jüngst auch so seine Erfahrungen gemacht

Allerlei: Goldener Stephan, Ulisses-Klausurtagung, DORP-Ausblicke und wohltätiger Zeitvertreib

Hallo zusammen!

So, kehren wir mal wieder all die erfreulichen Dinge zusammen, zu denen ich letzte Woche – unter anderem mit Dank an eine nicht nur das Geschirr, sondern auch den Küchenboden putzen wollende Spülmaschine – nicht gekommen bin.

Also, da wäre zunächst der Goldene Stephan gewesen. Der ist ja mittlerweile durch, die Ergebnisse sind bekannt und Verdorbene Asche hat einen aus meiner Sicht sehr starken siebten Platz belegt.
Philipp hat hier sehr transparent die Ergebnisse auch online gestellt und direkt hinter dem Vögte-Doppelpack Wasteland/Die 13. Gezeichneten 2 kann ich mich doch stolz platziert fühlen. Und gegen das Autorenduo Hennen/Corvus, die mit dem Phileasson-Roman Rosentempel den ersten Platz gemacht haben, muss ich ja auch gar nicht ankommen.
Mein einziges Bedauern ist, dass J.K. Jemisins großartiger Zerrissene Erde hinter mir auf Platz auf Platz 15 liegt. Der hätte wegen mir ruhig ganz oben stehen können.

Dann wollte ich an dieser Stelle nur kurz erwähnen, dass ich letzte Woche um die Zeit mit einigen meiner Ulisses-Kollegen auf Klausurtagung war – neu für mich, aber ungemein bereichernd.
Dass ich meinen Job generell gerne mache, ist ja kein Geheimnis, aber so unglaublich anstrengend die beiden Tage auch waren, so gut ist doch das Gefühl, mit dem ich insgesamt dort herausgekommen bin.

Das Wochenende nun wird jetzt vollauf im Zeichen der DORP stehen. Morgen kommt Michael bei mir vorbei und wir schauen, dass wir die Arbeiten an Mystics of Mana vollendet kriegen, ebenso wie wir mal schauen werden, was wir uns eigentlich als nächstes Projekt suchen.
Ebenfalls morgen kommt dann auch noch ein gemeinsamer Bekannter von uns vorbei und wir werden zusammen den DORPCast 149 aufnehmen. Das ist ein Projekt, auf das ich länger schon geschielt habe und ich denke, das wird eine sehr coole Folge!
Am Sonntag dann beginnt zum einen die DORP- und DORPCast-Jahresumfrage 2019. Einmal mehr wollen wir in zehn kurzen Fragen von euch wissen, wie ihr unser Tun so findet, was ihr euch von uns so wünscht und was wir einfach besser machen können. Wie in jedem Jahr mein Appell: Nehmt euch die Zeit dann auch, für uns ist diese Umfrage jedes Mal ungemein wichtig, auch wenn man das von außen vielleicht nicht immer direkt so merkt.
Und mehr: Ebenfalls am Sonntag wird auf der DORP ein Artikel erscheinen, der einen Einblick gibt in den aktuellen Projektstand von Die 1W6 Freunde, Mystics of Mana, Motel und Markus‘ aktuellem Projekt. Und die drei mit Namen genannten Titel werden dabei auch alle ihre neuen Cover präsentieren können.

Das ist dann aber wiederum auch der Grund, warum sich Easy Props, Staffel 2, Folge 10 um ein, zwei Tage verspäten wird. Irgendwo sind einfach Grenzen und mit dem Scorp zu Besuch (sowie einer gemeinsamen Verabredung mit einem lange nicht mehr gesehenen DORP-Urgestein (Kenny, falls wer lange genug dabei ist)) ist irgendwann dann einfach kein Wochenende mehr übrig.
Aber ich sage mal bis Mitte nächster Woche ist die auch da.

So, und dafür, dass ihr diesen langen Text tapfer bis hier gelesen habt – noch etwas Unfug für einen guten Zweck?
OutsideXbox sind ein YouTube-Kanal zum Thema Videospiele, haben aber auch einen D&D-Stream, wie es heute ja fast schon üblich ist. Aus dem heraus haben sie … eine Art Rollenspiel-Weihnachtslied geschrieben, eingespielt und mit Video versehen? Literally Everyone Else in the World heißt es – und der Clou: Die Einnahmen spenden sie einer wohltätigen Organisation, die sich um psychologische/seelische Erkrankungen kümmert. Das gilt für direkte Spenden, Erträge durch gekaufte Musik, aber auch die Erlöse durch Streams auf Spotify, Apple Music und co.
Und vielleicht bin ich auch einfach schon zu sehr in festlicher Laune, aber ich find’s auch musikalisch einfach schön:

(Nebenbei, ich habe keinerlei Beziehung zu OutsideXbox, gucke deren Rollenspiel-Stream gar nicht und bin sicher, dass ich drum in dem Video hunderte Injokes gar nicht registriere … ich fand’s trotzdem gut.)

Soweit von mir. Dann widme ich mich jetzt die nächsten Tage erst mal den erwähnten DORP-Dingen und melde mich kommende Woche dann auch hier wieder zurück. Dann auch hoffentlich endlich mit Neuigkeiten zu Tänze von Einst.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Nominiert für den Goldenen Stephan, dazu Easy Props, Tänze von Einst und DORP-Dinge

Hallo zusammen!

Fangen wir mit etwas an, was ich schon zu lange verschleppe: Ich bin nominiert!
Beim Goldenen Stephan 2019, dem Publikumspreis für Eskapismus, Nerdkultur und Phantastik, kann man für mich stimmen! Konkreter gesprochen für Verdorbene Asche, das in der Kategorie Beste phantastische Literatur nominiert ist.
Und zwar in ehrenwerter, aber auch knallharter Gesellschaft. Da finden sich sonst auch etwa der zweite Band der „13. Gezeichneten“ und „Wasteland“, beide von den Vögten, der siebte Teil der Phileasson-Reihe von Hennen/Corvus und mit Jemisins „Zerrissene Erde“ das vielleicht beste Buch, was ich 2019 gelesen habe … wer also einem kleinen Independent-Horror-Roman im Selbstverlag ein wenig Rückenwind geben will, das ist eure Chance.
Spannend übrigens: Es können pro Nutzer auch in jeder Kategorie mehrere Stimmen vergeben werden. Ihr müsst euch also zumindest nicht zwischen mir und anderen entscheiden!

Ebenfalls hier völlig verschlafen hatte ich, dass wir auf der DORP schon vorletztes Wochenende tatsächlich zwei (kleine) Downloads veröffentlicht haben.
Die Ninja-Herausforderungskarte ist wohlmeinender Unfug, wohingegen Blut und Titten: Fragmente definitiv Michaels Handschrift trägt und Barbarensetting-Elemente zu Savage Worlds trägt.
Wem das alles suspekt ist, für den habe ich aber auch noch gute Neuigkeiten: Auch wenn das Jahr erbarmungslos voranschreitet, wir machen nach wie vor immens gute Fortschritte bei der dritten Auflage von Die 1W6 Freude sowie Mystics of Mana, ebenso wie bei den beiden FATE-Downloads Motel und Death in the City of Angels.

Ich kann jetzt auch mit Hochdruck an die DORP-Sachen gehen, da Tänze von Einst soweit durch ist bei mir. Das wird jetzt leider sehr eng mit der Lieferbarkeit vor dem diesjährigen Tanzball, aber egal – der Weg ist bereitet und das Buch wird auch 2020 noch lohnend sein, denke ich. Ich bin sehr zufrieden (und dankbar für einige sehr eifrige Kontroll-Leserinnen).

Apropos 2020: Easy Props hat ebenfalls einen wichtigen Schritt nach vorne vollbracht – Gérard und ich haben die erste Hälfte der dritten Staffel aufgezeichnet. Es wird wohl so sein, dass im Dezember regulär das Finale der aktuellen Staffel kommt, Januar und Februar dann Ruhepause ist und im März 2020 (aller Voraussicht nach) die dritte Staffel startet. Weniger Pyro also dieses Jahr, dafür mehr was auch in der heimischen Bastelstube gut untergebracht ist und ggf. der erste Zweiteiler der Reihe.

In diesem Sinne sei auch noch mal auf die aktuelle Folge verwiesen, die zum 01.11. erschienen ist, vielleicht kennt der eine oder andere von euch die ja noch nicht.
Und wenn ich schon auf die jüngsten Releases verweise, möchte ich auch noch mal auf dieses Shooting hier hinweisen, das ich an Halloween gepostet hatte. Auch hier: Vielleicht kennt der eine oder andere von euch das ja noch nicht.

 

Last but not least geht es mal wieder aufs Jahresende und da nehme ich mir ja gerne mal die Zeit, hier etwas durchs Blog zu putzen. Erwartet keinen großen Umbruch, kein neues Theme oder so, aber so ein paar Kleinigkeiten werden sich vermutlich ändern, denn ihr wisst ja, Stillstand ist der Tod.

Soweit von heute von mir; der nächste Beitrag hier ist aber bereits jetzt nicht fern.

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-09: Squibs!

Hallo zusammen!

Halloween gut überstanden, aber dennoch Bock, noch was mit Kunstblut zu machen? Keine Sorge, die neue Folge Easy Props ist, was ihr sucht!

Squibs sind diese kleinen Ladungen voll Kunstblut, die in Filmen genutzt werden, um Einschüsse und dergleichen darzustellen – und diese Folge präsentiert eine Möglichkeit, wie man diese selbst umsetzen kann.

Mal sehen, vielleicht widmen wir uns kommendes Jahr auch mal einer Version ohne Zünder – denn wie immer gilt: Pyrotechnik ist kein Spielzeug, seid vorsichtig, geht verantwortungsvoll mit euch und anderen um und wenn ihr unsicher seid, holt lieber jemanden hinzu, der Erfahrung hat.

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-08: Faule Äpfel

Ja ja, ich weiß, einen Tag zu spät – aber es ist wieder so weit, eine neue Folge Easy Props ist angesagt:

Wie auch im Video angedeutet, ist diese Folge mehr oder weniger ein Nebenprodukt von Dagonett, aber ich dachte mir, wenn ich schon ein Requisit für den Film bastle, kann ich das ja auch gleich dokumentieren.
Zumal’s irgendwie gut in den Halloween-Monat Oktober passt, fand ich.

Viel Spaß damit – und euch allen morgen einen schönen Feiertag!
Vielleicht ist das für euch ja auch noch mal eine gute Chance, etwas zu basteln oder zu werkeln?

Viele Grüße,
Thomas

DORP by DORP – Spot 2

Hallo zusammen!

Ohne lange Vorrede:

Der Spot war nun erstaunlich lange in der Mache. Mir waren nach dem ersten Spot zwei Sachen klar: Mir war klar, dass ich noch einen machen will, aber dass ich nicht den gleichen Stunt nochmal bringen will.

Also suchte ich etwas, was ähnlich gut zu adaptieren sein könnte wie der Sommer-Alkopop-Party-Spot-Look des ersten Videos und kam dann relativ schnell zu Apples Here is to the crazy ones, den ich ungeachtet dessen, was man von der Firma halten mag, schon immer mochte – aber das war erst einmal nur eine grobe Idee.

Dann kam der Tag, an dem ich das Vorwort zu dem Handbücher des Drachen-Titel Rollenspiel-Essays 2 schrieb (Wer noch eins will …) und darin wiederum folgende Worte fand:

Wir sind alle Rollenspieler. Nennt uns Stimmungsspieler oder Püppchenschubser, Erzählonkel oder Powergamer – wir finden uns alle gemeinsam am Spieltisch ein, um miteinander Spaß zu haben.

Und da dämmert mir, dass da vielleicht was geht. Der Apple-Spot vermeidet es umfassend, auf das Produkt selber zu verweisen, sondern wirbt im Grunde mit der Leistung der gezeigten Leute.
Und das fand ich gut. Aber damit das ginge, konnten das im Grunde nicht nur wir sein, dafür brauchten wir die Hilfe unserer Fans – und geholfen haben sie uns! Sowohl auf der Dracon als auch auf der Feencon sind einige meinem Ruf gefolgt und haben das Video in dieser Form möglich gemacht.
Insofern sind in dem Video auch drei inszenierte Leute aus dem DORP-Freundeskreis, ein Dracon-„Moment“, unser Feencon-Stand, eine Wiederverwertung aus dem letzten Spot und ein schrulliges Jugendvideo von Matthias und mir zu sehen, aber eben auch viele, viele von euch. Und das hat das Video für mich dann so rund und befriedigend umzusetzen gemacht.

Ich hoffe es macht euch Spaß. Wenn ihr’s jetzt nicht ganz doof findet, gibt’s kommendes Jahr definitiv wieder eines. Und garantiert wieder ganz anders.
Dieses Mal aber konnte ich nicht nur implizit Werbung für unseren Shop machen, sondern vor allem ist es eine Huldigung von, ein Loblied auf euch, unseren Fans.

Und das?
Das macht mich glücklich.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: DORP-Dinge, Filmprojekte, Ulisses-Spaß und ein Hauch von Fhtagn

Hallo zusammen!

Viel, viel bewegt sich – und zwar an vielen Fronten. Versuchen wir doch zum Monatsbeginn mal wieder einen Rundumschlag quer durch alle Themenfelder.

Freude vorweg: Das Artwork von Mystics of Mana ist vollständig. Tatsächlich früher als geplant, aber Melanie hat noch mal richtig reingerockt und uns zum Abschluss noch mal richtiggehend verzaubert. Da will ich noch nichts Neues von zeigen, aber rechnet zwischen September und Oktober mit einem Reveal.
Kurzer Seitenhinweis: Das Artwork der DORP wird ja zu einem großen Teil via DORPatreon finanziert – und wen das Thema insgesamt interessiert, der findet seit Mitte August dort mal wieder einen Artikel, der das alles ein wenig zusammenfasst – wie immer offen für alle zu lesen. In dem Artikel findet ihr auch eine der ersten neuen Illus aus Motel, einem FATE-Abenteuer von mir (auf Basis eines uralten Angel-Abenteuers), das hoffentlich ebenfalls im Herbst erscheinen wird.
Definitiv jetzt am Sonntag erscheint dafür der DORP-Spot 2, unser zweites Getshirts-Video und … hach, ich bin einfach happy damit. Stilistisch wie erhofft, unter Mitwirkung einiger DORP-Fans entstanden und … ja, ich freu mich drauf! Sonntag!

Wo wir schon bei Filmen sind: Von Dagonett habe ich naturgemäß im August ja mehr geschrieben gehabt. Mittlerweile steht jedenfalls der Rohschnitt ebenso wie das vorläufige Grading – im Optimalfall kommt der Film im Oktober noch, sonst im November. Auf jeden Fall noch dieses Jahr.
Dann ist da Morold und die Karte von Carthagena, dessen erster Drehtag diesen Samstag anstünde … wenn das Wetter mitspielt. Derzeit sehen die Prognosen nicht so aus, aber ihr dürft uns gerne die Daumen drücken – vielleicht haben wir ja Glück.

Ebenfalls ein Video war ja der Ulisses-Workshop zur Welt der Dunkelheit, den ich mit Kollegin Jasmin Neitzel und der großartigen Carolina Möbis halten durfte. Ich schrieb ja schon darüber, und hier könnt ihr es euch ansehen.
Mittlerweile ist aber auch schon das nächste persönliche Ziel eingelöst worden und ich war noch mal im Taunus, um mit einigen eifrigen Backern in jene Welt der Dunkelheit zu reisen. Schön war’s, hat Spaß gemacht!

Und damit bleibt noch ein Non-DORP- und Non-Ulisses-Rollenspiel: Ihr mögt euch erinnern, die Macher von Fhtagn hatten, irgendwann zum Jahreswechsel glaube ich, angefragt gehabt, ob sie alte Texte von mir aus Cthulhus Ruf aufbereiten dürfen. Ich hatte zugesagt.
Das „Update“ hier lautet auch einfach nur: Jau, das läuft noch. Sie sind noch bis zum Hals an den Grundbuch-Arbeiten dran, aber mein alter Kram soll dort nach wie vor einen neuen Anstrich bekommen. Mehr Infos zum Projekt wie gehabt hier.
Einen Zeitplan gibt es nicht, aber halt so als generelle Info …

Soweit von mir gerade. Die Belletristik ruht ein wenig zwischen all diesen Projekten, die Foto-Front ist weiterhin in Bearbeitung. Hallo Anne ist für Ende Oktober wieder auf der Agenda, ebenso ein Dreh für eine dritte Staffel Easy Props, wobei die aktuelle noch bis in einschließlich Dezember laufen wird – drei Folgen haben wir noch. (Apropos, die aktuelle Folge schon gesehen?)

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-07: Ein Messerschnitt

Hallo zusammen!

Es ist mal wieder soweit und eine neue Folge Easy Props steht an:

Nach der ja eher aufwendigen letzten Folge ist es heute wieder mehr ein Kandidat für die Bastler mit Haushaltsmitteln denke ich – aber dennoch ein sehr cooler Effekt, der vor allem auch ohne zu großen Aufwand live sehr gut funktionieren kann.

Viele Grüße und einen wundervollen (und unfallfreien) Sonntag wünsche ich!
Thomas

Der World-of-Darkness-Workshop der Ratcon Limburg 2019

Hallo zusammen!

Seit gestern ist der World-of-Darkness-Workshop online, den ich zusammen mit Jasmin Neitzel und Carolina Möbis auf der Ratcon Limburg halten durfte.
Jasmin spricht dabei vor allem über Vampire: die Maskerade, Carolina über Werwolf: die Apokalypse und ich über meinen Rollenspiel-heartbreaker schlechthin, Magus: die Erleuchtung.
Und insofern, ohne langes Federlesen:

Das Panel hat mir auf jeden Fall viel Spaß gemacht. Das fing bei meinen tollen Mitrednern an, machte dann aber auch vor dem Publikum nicht halt. Generell war es eine Ratcon voll netter Leute und guter Laune, eine durchweg (be-)lohnende Zeit und insgesamt ein tolles Wochenende.
Dass ich zudem eine Chance hatte, noch mal etwas für Magus und die WoD insgesamt die Trommel schlagen zu dürfen (wer übrigens die Abkürzung sucht, ab hier beginnt mein Magus-Traktat), war natürlich noch ein zusätzliches Sahnehäubchen.
Es gibt sehr viel bei Ulisses, an dem ich mit Eifer und Leidenschaft arbeite, aber die Welt der Dunkelheit nimmt inmitten all dessen noch mal eine ganz besondere Stellung ein, schon alleine weil ich auch persönlich so viel damit verbinde. Magus als Katalysator für meine Liebe zur Philosophie meine ich ja auch immer nur halb als Scherz, und dass ich beispielsweise Marcel und Matthias (und davon ausgehend, nahezu die komplette heutige DORP) über das Spiel kennengelernt habe, ist natürlich ebenfalls bedeutsam.
Aber nicht nur über diese persönliche Komponente, auch in sich sind die Spiele der Welt der Dunkelheit so eine tolle Reihe und es ist einfach schön, daran Anteil zu haben, dass diese auch weiterhin einen Fortbestand in deutscher Sprache haben. (Mittlerweile, Jasmin erwähnt das in der Anmoderation, ja tatsächlich sogar quasi als Mitredakteur).

Mehr zur Ratcon erzählen wir dann Sonntag im anstehenden DORPCast 142, und einige daran anhängende Gedanken schaffen es bestimmt auch in den kommenden Tagen hier in Form eines weiteren Allerleis ins Blog.
Auch wenn ich hoffe, dass mit diesem Finale des großen Con-Sommers in den kommenden Wochen auch mal wieder Zeit ist, nicht einfach von Event zu Event zu rennen. Das wäre schön.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Feencon, Ratcon, Mana und Videoprojekte

Hallo zusammen!

Die Feencon ist schon anderthalb Wochen vorbei und ich bin nicht, wie ich es geplant hatte, dazu gekommen, dazu mehr hier zu schreiben. Um es kurz zu machen: Es war eine richtig, richtig gute Feencon und wir hatten eine tolle Zeit dort. Wem das an Details nicht reicht, der kann sich aber am Sonntag den kommenden DORPCast schnappen, in dem Scorp von der Ratcon Berlin und ich halt von der Feencon berichte.

Auf der Feencon erstmals präsentiert, aber mittlerweile auch allgemein im Netz angekommen ist derweil eine neue Leseprobe aus Mystics of Mana. Die erste Preview seit langer Zeit präsentiert einige Kreaturen aus dem Spiel und gibt damit verbunden ganz gute Einblicke in Crunch und Fluff des Spiels.
Geplant ist, dass MoM um Weihnachten herum auf der DORP erscheint und dann, mit etwas Feedback von außen, im Laufe des ersten Quartals 2020 in den Druck geht.
Es lebt. Und es hat einen Zeitplan.

Nur kurz erwähnt sei an der Stelle noch storylike, ein Projekt, mit dem ich selbst gar nicht viel zu tun habe, das ich aber interessant finde und dessen Macher, Stefan, ein Vereinskumpel von mir ist. Und ich trommle ja gerne für Konzepte, die ich interessant finde.
Es geht um kollaboratives, aber auch nonlineares Schreiben, also um alles von gemeinsamer Fanfiction bis hin beispielsweise zu Abenteuer-Spielbüchern. Seit der Feencon ist storylike auch aktiv nutzbar und wen das latent interessiert, der findet auf der offiziellen Webseite ebenso Einblicke wie im entsprechenden Interview mit DORP-TV.

Der Feencon entsprungen, aber jüngst erst erschienen ist zudem ein Podcast-Gespräch, bei dem ich zu Gast sein durfte. Per Anhalter durch die Phantastik ist noch ein recht junges Projekt und lud auf der Con zu einem Gespräch über die Con ein. Wer dem Schwelgen in nostalgischer Erinnerung, mit mir, Moritz Mehlem, Ralf Sandfuchs, Michael L. Jaegers, Joanna Lenc und Sven Müller lauschen möchte, der findet die Episode mit dem klangvollen Titel Der per Anhalter mit seelenworten jagende Sandfuchs in der Seifenkiste-Podcast beispielsweise hier, oder in der Podcast-Software seiner Wahl.

Aber nach der Con ist vor der Con, und so steht auch schon die Ratcon Limburg vor der Türe. Dort wird man mich an allen Tagen treffen können, wenngleich ich noch nicht weiß, wo genau dort. Aber ich werde anwesend sein. Sicher findet man mich dann sonntags im Welt der Dunkelheit-Erzählerworkshop, in dem Jasmin Neitzel, Carolina Moebis und ich Einblicke, Tipps und Anekdoten feilbieten wollen. Dass jeder von uns im Endeffekt die Fahne eines anderes Systems schwenken will – Jasmin für Vampire, Carolina für Werwolf und ich selbstredend für Magus – trifft sich umso besser.
Der Workshop wird sonntags um 11 Uhr steigen.

Und dann sind da weiterhin die eigenen Medienprojekte. Die neue Folge Easy Props ist ja gestern planmäßig an den Start gegangen, das läuft also weiterhin ganz so, wie es soll.
Vorgestern schon hatten wir ein wirklich wunderbares Fotoshooting, dessen Bilder zu enthüllen ich mich jetzt schon freue. Während die aber (ebenso wie restliche Elfenstaub-Aufnahmen) noch in Bearbeitung sind, naht nun im August auch der Drehtag für Dagonett. Da ist alles auf Kurs, vor allem ist nun aber zu hoffen, dass das Wetter uns gewogen bleibt.
Ebenfalls irgendwo zwischen August und September könnt ihr übrigens auch mit dem nächsten DORPShop-Werbespot rechnen. Der vom letzten Jahr hat ja viele Leute erfolgreich amüsiert; der dieses Jahr wird anders, aber ich denke, ebenfalls sehr, sehr cool. Ein wenig Arbeit fehlt da noch, der ist aber auch schon weit fortgeschritten.
Oh, und für Leute, die so etwas interessiert – sowohl die letzte Folge Easy Props wie auch den Werbespot habe ich mit DaVinci Resolve geschnitten, einfach um dem kostenlos verfügbaren Profi-Programm mal eine Chance zu geben, und ich muss sagen, das ist ein richtig edles Stück Software. Aber dazu vielleicht ein anderes Mal mehr.

Für heute soll es das gewesen sein – es war aber auch erst mal wieder genug, würde ich sagen.

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-06: Die Wunderlampe

Hallo zusammen!

Nach den zwei ja insgesamt sehr bodenständigen und hausmittel-lastigen letzten Folgen, wird es dieses Mal noch mal komplexer. Wir basteln uns eine Wunderlampe – und zwar eine, der tatsächlich Rauch entsteigt, wenn wir sie reiben!

Das ist als Projekt definitiv eine der ambitionierteren Folgen bisher, aber ich finde, es lohnt sich. Ein toller Effekt, der Live wie auch im Video einfach gut wirkt.

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-05: Säure auf die Hand

Hallo zusammen!

Neuer Monat, Zeit für eine neue Folge Easy Props:

Wie schon letzten Monat regieren auch dieses Mal wieder die Hausmittel; aber das muss ja auch mal sein. Wie der Teaser am Ende schon andeutet, wird es im August dafür wieder etwas komplexer.

Viele Grüße und einen guten Start in Woche wie Monat,
Thomas

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