Seelenworte

Das Crowdfunding für Tales from the Loop ist gestartet

Hallo zusammen!

Direkt vorweg: Ja, das ist mal wieder einer dieser Beiträge mit Bezug zu meinem Broterwerb. Ist mir in dem Fall aber zu wichtig.

Gestern um 16 Uhr ist das Crowdfunding zu Tales from the Loop gestartet, der Rollenspiel-Adaption der bemerkenswerten Bücher von Simon Stålenhag.

Die Landschaft war voll von Maschinen und Schrott, die auf die eine oder andere Weise mit der Anlage in Verbindung standen. Am Horizont waren stets die riesigen Kühltürme des Bona-Reaktors mit ihren grünen Positionslichtern zu sehen. Wenn man sein Ohr auf den Boden legte, konnte man den Herzschlag des Loops hören – das Schnurren des Gravitrons, dem Herzstück der magischen Technologie, das im Mittelpunkt der Experimente des Loops stand.

Es geht in die 80er Jahre, jedoch in eine Form der 80er, die es so nie gegeben hat. In dem schwedischen Rollenspiel treffen Weird Science und 80er-Nostalgie aufeinander, und junge Protagonisten fahren auf ihren Fahrrädern hinaus, mysteriöse Abenteuer zu erleben.

Und geht es lang zur Crowdfunding-Webseite

Warum erwähne ich das hier so?
Wie ich vor einer Weile schon schrieb, habe ich die deutsche Redaktion für die Reihe übernommen und bin daher natürlich noch mal mehr als sonst investiert und engagiert, für dieses Spiel die Trommel zu schlagen.
Es ist aber auch ein schönes Rollenspiel, dass wir auch privat schon seit einer Weile (bis zur aktuellen Corona-Zwangspause) mit großem Vergnügen spielen.

Spätestens mit Launch des Crowdfundings sind auch ein paar zentrale Eckpunkte endgültig final:

  • Ja, wir machen sowohl Tales from the Loop als auch Things from the Flood, das etwas dunklere 90er-Jahre-Pendant.
  • Und ja, wir machen einen eigenen, deutschen Setting-Band:

Mit diesem Buch bringen wir all die Rätsel und Abenteuer der 80er, die es nie gab, direkt vor die heimische Haustüre. Aus dem Radio tönt die Neue Deutsche Welle, der Opel Manta erobert die Straßen, Schimanski rumpelt sich durch den Tatort und die Erwachsenen blicken mit Sorge auf ein geteiltes Land – aber die Kinder sammeln sich nach der Schule mit ihren Fahrrädern, um sich gemeinsam den Mysterien zu stellen. All die seltsamen Experimente, unheimlichen Vorkommnisse und spannenden Geschichten, wie sie die Loops in Schweden und Amerika umgeben, jedoch eingebettet in ein Setting, in dem wir alle aufgewachsen sind.

Ich denke, das kann richtig, richtig cool werden. Ein tolles Setting, dazu auch noch mit einem gelungenen Regelwerk, bildschöne Produkte und garniert mit deutscher Eigenentwicklung, die vielleicht ja auch manchen noch lockt, der Loop oder Flood schon im Original ins heimische Regal gestellt hat.

Das Crowdfunding läuft von heute aus gesehen noch drei Wochen, und natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn viele von euch Bock darauf haben.

Wenn ihr noch ein wenig mehr wissen wollt:
Meinen ursprünglichen Artikel zur Ankündigung der deutschen Version könnte ihr hier im Blog nachlesen.
Die deutsche Ausgabe des illustrierten Romans dazu könnt ihr bereits hier sowie überall im Handel erwerben.
In der fünften Folge des Ulisses-Podcasts haben sich mein Chef Markus, unser Übersetzer Kai und ich darüber unterhalten, warum wir die Reihe so schätzen. Den findet ihr hier online.
Und eine Amazon-Prime-Serie zum Setting ist ja auch ganz frisch erst diesen Monat erschienen (auch wenn die Pandemie euer Zeitgefühl vielleicht genauso zerstört wie meins), den Trailer verlinke ich auch einfach mal.

Also denn!
Falls ihr Lust bekommen habt, sage ich es mal noch einmal: Hier geht es lang zur Crowdfunding-Webseite!

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Was sich seit Ostern so getan hat

Hallo zusammen!

Heute mal mehr ein Lebenszeichen als ein geordneter Artikel, aber ein paar Sachen haben sich halt doch gesammelt.

Fangen wir mit dem heutigen Wochenende an: Eigentlich wäre dieses Wochenende die Dracon 14 gewesen, aber wie so vieles ist auch diese ein Opfer der Pandemie geworden. Natürlich nur aufgeschoben, aber halt auf unbestimmte Zeit. Insofern auf jeden Fall ein unschönes Ding.
Eigentlich wollten wir Markus Heinens Savage-Worlds-Abenteueraufhänger Im Tal der Götterechsen drucken lassen und allen Besuchern schenken, aber mangels Veranstaltung haben wir einen Osterdownload auf der DORP daraus gemacht, das ist ja auch was. Wir hatten was Ähnliches für die Feencon im Sinn, rechnet also am ersten Juli-Wochenende auch mal so halb mit einem kleinen Freebie-Download.1
Ebenso geht dafür heute der neue DORPCast online, der hätte sich eigentlich auch verschoben – vielleicht ja ein kleiner Trost.

Ebenfalls Ostern erschienen ist ein eigentlich sehr spontan entstandenes Videoprojekt, Tanzen trotz Corona, das ich hier ja im letzten Beitrag schon detaillierter vorgestellt hatte, daher sei es heute nur einfach noch mal gezeigt:

In Sachen Tanz ist ansonsten noch zu sagen, dass sich auch hier Freud‘ und Bedauern mischen. Letzteres, weil der Trainingsbetrieb bei Saltatio natürlich auch weiterhin ausgesetzt bleibt, Freude hingegen, weil der Verein in diesem Monat stolze 10 Jahre alt geworden ist; letzteres hatte ich hier aber ja die Tage auch schon thematisiert.

Und sonst? Da die Arbeit bei Ulisses nicht reduziert ist, habe ich nicht viel mehr Zeit als sonst, nur mehr Abende und Wochenend-Tage, aber dennoch sitze ich an diversen Projekten, die so endlich mal vorankommen können. Teilweise medial, das bekommt ihr dann früher oder später ja ohnehin alle zu sehen, teilweise aber auch handwerklich hier bei mir zuhause.

Nicht mein produktivstes Projekt der letzten Wochen, aber in Anlehnung an das Ende von Xoro hat nun die weltweit einzige Xoro-Actionfigur endlich einen angemessenen Thron.

Es ist und bleibt eine seltsame Zeit. Lasst euch nicht unterkriegen, lasst euch nicht vom rotierenden Nachrichtenzyklus jeck machen, gebt auf euch acht – und bis dieser Tage, zum nächsten regulären Artikel hier an dieser Stelle.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Aus der Hüfte würde ich übrigens vermuten, dass an von mir betreutem DORP-Material die dritte Auflage der 1W6 Freunde nun im Mai endlich gedruckt erscheinen wird, Mystics of Mana mehr so Juni/Juli herum. Motel dann im Anschluss daran, und einige von Markus‘ und Michaels Projekte halt so drumherum. Wenigstens an der Front ist es wohl nach wie vor als bisher sehr gut laufendes Jahr zu bezeichnen. 

Allerlei: Corona, Saltatio, kostenlose PDFs und viele Bücher-Dinge

Hallo zusammen!

Fangen wir mit dem unvermeidlich schweren Themenfeld Corona an. Bei unserem Tanzverein Saltatio – Historisches Tanzen Aachen e.V. haben wir da noch mal eine neue Erklärung veröffentlicht, was die derzeitige Situation angeht. Die sei hier vor allem für maximale Reichweite verlinkt.

Dann aber auch direkt, um der Sache etwas Positives abzugewinnen – mein Arbeitgeber Ulisses stellt derzeit eine Reihe Produkte in ihrer digitalen Form als pay what you want zur Verfügung, um allen ein wenig Kurzweil in die soziale Distanzierung zu bringen.
Konkret ist das die prall gefüllte DSA 5 Einsteigerbox: Das Geheimnis des Drachenritters, das auf das Spiel mit Kindern ausgelegte Äventyr – Helden & Abenteuer Starterset sowie die Spielreihe Abenteuer in Kaphornia – letztere sind ein ganzer Haufen Zeugs, daher hier mal nur der Sammel-Link zur Suchanfrage.
Das ist doch auch mal was Schönes.
Diverse andere Verlage fahren derzeit übrigens ähnliche Aktionen – da lohnt es sich sicher, das Internet ein wenig zu schütteln.

DORP-seitig sei natürlich ebenso auf die Grundregelwerke von Die 1W6 Freunde und Mystics of Mana verwiesen, die gibt es zwar immer kostenlos, macht sie aber ja nicht schlechter.
Beide Titel sollen auch weiterhin gedruckt erscheinen, das musste nur zuletzt jetzt erst einmal zwischen Dracon-Absage, Tanzverein in der Krise etc. zurückstehen. Rechnet aber wenn alles glattgeht zumindest wegen der 1W6 Freunde im April mit konkreteren Infos.

Wo wir dabei sind – ich weise einfach mal noch mal darauf hin, dass Tänze von Einst, mein Buch mit über 60 Beschreibungen von historischen und historisch anmutenden Tänzen, weiterhin lieferbar ist. Wer also noch will, ich freue mich über weitere Verbreitung!

Was hingegen im Laufe der kommenden Wochen aus dem Handel verschwinden wird sind die letzten beiden derzeit noch lieferbaren Condra-Hardcover. Nicht unsere Kurzgeschichten-Anthologie Die blaue Gans, die bleibt im Handel, aber der Ingame-Band Die Tröte – Jahrgang 7-9 und der Bildband Bilder aus Condra 2: Fotos von der anderen Seite.
Beide stehen noch zum Verkauf, aber der Markt scheint gesättigt. Insofern werden die beiden Titel in nächster Zeit auslaufen.

Nicht auslaufen, aber ein (winziges) Upgrade erfahren wird hingegen Lovecraft und Duve, meine als Buch adaptierte Abschlussarbeit über motivliche Parallelen bei H.P. Lovecraft und Karen Duve. Ehrlich gesagt in erster Linie, weil es Zeit ist, den Auftrag mal in einen neueren BoD-Vertrag zu besseren Konditionen zu überführen; aber zumindest den nervigen Fehler des falschen Inhaltsverzeichnisses der ersten Auflage kann ich dann ja auch gut mitkorrigieren.

Und in dem Maße, wie ich derzeit halt einfach mehr Zeit habe, ist natürlich auch mehr Zeit gegeben, an eigenen Büchern zu arbeiten. Ein Teil geht auch in die anhaltenden Arbeiten an Haus und Grundstück, aber dennoch bewegt sich gerade allerhand.
Sporenläufer macht gute Fortschritte und sollte, wenn alles klappt, ab kommender Woche in die wirkliche, aktive Schreibphase (nach der bei mir ja meist sehr umfangreichen Konzeptionsphase) eintreten.
Der Nachfolger zu Einfach Filme machen kommt weiter voran, jede Woche um ein paar Seiten mehr.
Weltenscherben zuletzt, meine Kurzgeschichtensammlung, ist endlich mal sauber durchgeplant und – soweit schon vorhanden – auch zusammengetragen. Hier sind noch einige Sachen komplett zu schreiben, aber auch da sollte durch die freien Abende und Wochenenden bis Mitte/Ende April endlich mal zumindest ein Fortschritt machbar sein.

Interessant ist aber natürlich, was gerade in der Welt passiert, für meine kontemporären Projekte, etwa die ja noch immer mal für irgendwann geplante Fortsetzung zu Schleier aus Schnee.
Ich glaube da werde ich wirklich mal abwarten müssen, in was für einer Welt wir im Herbst leben, bevor ich da auch nur weiter drüber nachdenke. Der Schleier ist ja doch recht stark in kontemporärer Lebenswirklichkeit verankert … und die scheint heute, im März 2020, erstaunlich weit entfernt.

Aber schauen wir mal, was uns die kommenden Wochen bringen.

Viele Grüße,
Thomas

Liebe in den Zeiten der Corona

Hallo zusammen!

Ich hab ja in meinem Leben schon eine Menge getan. Filme gedreht. Bücher veröffentlicht. Video-Bühneninstallationen gefertigt, einen Tanzball mit 800 Tänzern mit ausgerichtet. Nicht ganz „mit den Delfinen geschwommen und in einen Vulkan gestiegen“, aber soweit kein schlechter Lauf.

Was ich in der letzten Woche nun auch getan habe, war, in mehreren gemeinnützigen Organisationen Veranstaltungen und dergleichen aufgrund einer um sich greifenden Pandemie zuerst abzuwägen und dann abzusagen. Das hätte ich jetzt nicht für die Bucket List gebraucht.

Aber gut, harte Fakten: Unser Training beim Saltatio – Historisches Tanzen Aachen e.V. ist vorerst bis Ende der Osterferien auf Eis. Unsere geplanten Tanzbälle im Juli und November sind auf dem Prüfstand. Die offizielle Mitteilung dazu gibt es hier.
Gestern nun haben wir die Dracon 14, die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel, ebenfalls auf unbestimmte Zeit verschoben. Die offizielle Mitteilung wiederum dazu lest ihr hier.

Das ist alles seltsam, und wie ich die letzten Tage schon mehrfach sagte – auf sowas bereitet dich keiner vor, wenn du ein Ehrenamt übernimmst. Okay, genau genommen bereitet dich keiner auf irgendwas vor, wenn du ein Ehrenamt übernimmst, aber dass ich mal abends nach der Arbeit da säße und Pandemiepläne lesen würde, dass ich mal Pressemitteilungen zum Umgang mit einer Virusepidemie schreiben müsste, das habe ich nicht kommen sehen.

Tatsächlich denke ich jetzt schon seit einigen Tagen – und das blitzte dieser Tage in meinem Artikel über Narrative in dem Wort „Disruption“ bereits durch – wie wir später in der Rückschau sehen werden, dass gerade eine Zeitenwende, einen kulturellen Paradigmenwechsel miterleben.
Niemand braucht meinen Corona-Hot-Take. Ich weiß. Es geht mir erneut auch weniger um den Virus; wie zuvor gesagt ist diese Seite nicht der richtige Ort, um seine Corona-Informationen einzuholen.1
Doch so wie es zu meinen Lebzeiten ein klares kulturelles Davor und ein Danach gab als 9/11 passierte, und in kleineren Wogen ebenso nach Brexit und Trumpwahl, so bin ich mir sicher, dass wir mindestens gesellschaftlich und in der Kulturindustrie ein Vor und Nach COVID-19 haben werden. Freilich sind Spekulationen darüber genauso müßig wie haltlos, aber zumindest als irgendwie hauptberuflich Kulturschaffender geht einem das natürlich schon durch den Kopf.
Vor allem aber wünsche ich gerade Künstlern die, anders als ich, für ihre Kunst auf ein Live-Publikum angewiesen sind, ehrlich alles Gute für die kommenden, sicherlich schwierigen Wochen.

Damit mein Blogtitel aber nicht nur akademisches Anbiedern an Márquez ist (und ein Sprachspiel, das vermutlich schon ein Dutzend Leute vor mir gebracht haben), ein letzter, mir sehr wichtiger Appell – seid gut zu den Menschen um euch herum. Jeder hat in unruhigen Zeiten jemanden, dem er ein wenig Halt bieten kann.
Seid da für jene Menschen.
Seid gut zueinander.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Aber schön: Hört in der Sache bitte auf die offiziellen öffentlichen Quellen, lest Bekanntmachungen beim RKI und eurem Gesundheitsamt, bevor ihr euch der Klick-Ökonomie unserer Nachrichten unterwerft. Deaktiviert ‚News Alerts‘ auf eurem Handy. Geratet nicht in Panik, aber nehmt es ernst und handelt verantwortungsbewusst. Vertraut Fachleuten und Wissenschaftlern, aber seid auf der Hut bei „Experten“, bei denen unklar ist, woher sie ihre Expertise ziehen. Und ja, das gilt überall, im Zweifel halt auch hier. 

Allerlei: Tänze, mehr Sachbücher, Belletristik und mehr DORP

Hallo zusammen!

Fangen wir nonchalant mit den besten Neuigkeiten an: Tänze von einst ist so richtig, richtig lieferbar. Die ersten Exemplare sind bei mir angekommen und erfüllen alle Hoffnungen. Der matte Einband wirkt, wie ich mir das erhofft hatte, der Innendruck (obgleich komprimierter im Vergleich zum Vorgänger Das Tanzbuch) ist scharf und gut lesbar und zu großer Unfug inhaltlicher Natur ist mir bisher auch nicht ins Auge gefallen.
Das 9 Euro teure Büchlein gibt es wie immer überall dort, wo es Bücher zu kaufen gibt. Eine Übersicht über alle enthaltenen Tänze gibt es hier im Blog ebenfalls zu finden. Viel Arbeit steckt in diesem Buch und es ist schön, dass es nun endlich vollendet ist. Viel Spaß beim Tanzen!

Um euch dann auch einfach mal ein Update zu meinen aktuellen Non-Rollenspiel-Sachen zu geben, bevor wir abschließend auch da noch ein paar Neuigkeiten haben: Sporenläufer, mein nächster Roman, nähert sich langsam, aber beständig dem Punkt, an dem es ein vollständiges Treatment gibt. Es gibt noch einen Handlungsblock, dessen Ablauf nicht ganz rund ist, aber ich denke ich werde jetzt im März tatsächlich anfangen, konkret daran zu schreiben.
Die Arbeitsstruktur bei dem noch nicht endgültig benannten Nachfolger zu Einfach Filme machen sowie meiner Anthologie Weltenscherben ist etwas anders; dort sind es eher To-Do-Punkte, die ich mich entlangarbeite. Beides ist weiterhin in der Mache, beides beginnt Form anzunehmen, beides könnte 2020 erscheinen und bei beidem möchte ich nichts versprechen. Aber ja, diese Projekte leben noch und kommen langsam, aber gut voran.

Auch nicht unerwähnt bleiben soll eine Rezension zu Schleier aus Schnee, die Ela jüngst gepostet hat. Rezis zu meinen Sachen sind ja noch immer selten, insofern freue ich mich immer – und doppelt, wenn es dann positiv ausfällt, wie hier bei Ela, deren Fazit lautet:

Alles in allem ein kurzweiliges Buch für lange Winterabende, das 4 Sterne von mir bekommt!

Schleier aus Schnee kann man selbstredend ebenfalls überall dort kaufen, wo es Bücher gibt.

Und dann abschließend noch zwei DORP-Dinge. Mich hatte mehrfach das Feedback erreicht, dass sich Leute Hannah Möllmanns Karte von Megaterra, der Welt von Mystics of Mana, auch als Download wünschen – und euer Wunsch sei mein Befehl. Da ich aber keine halben Sachen mag, gibt’s eine kleine Zufallsbegegnungs- und -plotaufhänger-Tabelle einfach noch oben drauf.
Zudem sollte die dritte Edition der 1W6 Freunde planmäßig jetzt diese Woche den Weg zum Druck antreten, das heißt dieses milde überarbeitete und mit Jacob Müllers spektakulärem, neuen Cover versehene Buch sollte dann auch bis Ende März seinen Weg in den Handel finden.

Derzeit kann ich denke ich echt nicht klagen, was meinen eigenen Output anbelangt.

Viele Grüße,
Thomas

Die Dracon hat ein Poster!

Hallo zusammen!

Ohne große Worte – die Dracon 14 hat ein Poster:

Das Poster ist wie immer von mir, mit großem Dank an meinen Mitorganisator Lars für tatkräftige Unterstützung beim Shooting und unsere Freundin Ruth für die Bereitstellung des Models.

Zur Erinnerung: Die Dracon, die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel findet dieses Jahr – wie auf dem Poster zu sehen – vom 17. bis 19. April statt.
Sie ist wie schon die Jahre zuvor ein Gemeinschaftswerk des LARP-Vereins Condra e.V. und der DORP, und wenn ihr da insgesamt gerne mehr wissen wollt, so kann die offizielle Webseite hoffentlich all eure Fragen beantworten.

Viele Grüße und einen tollen Start in die Woche,
Thomas

Allerlei: Mana, Loop, Morde und ein Sack

Hallo zusammen!

Allerhand Sachen, alles erwähnenswert, also direkt ran ans Werk:
Mystics of Mana ist klammheimlich auf eine leicht aktualisierte Fassung (0.91) hochgewandert. Es ist immer noch eine Vorab-Version, aber die neue PDF auf der DORP beinhaltet neben ersten kleinen Sprach-Verbesserungen vor allem zwei neue Indezes, Monster nach Härtegrad und Zauber nach Alphabet.
Der Plan derzeit ist, so ca. zum April noch einmal im großen Stil Feedback einzuarbeiten und wenn dann keiner mehr schreit, so grob zum Mai hin mit dem Buch in den Druck zu gehen.

Dann noch einmal Tales from the Loop. Gestern ist bei Ulisses die fünfte Folge des Ulisses-Podcast erschienen, in der Verlagschef Markus, Übersetzer Kai und ich davon schwärmen, warum wir froh sind, dieses Spiel nach Deutschland zu bringen. Vielleicht ja auch für euch interessant?
Ansonsten wollte ich noch loswerden, dass mir nicht entgangen ist, dass an mehreren Stellen im Internet explizit herausgestellt wurde, dass sich Leute freuen, dass das Spiel in meiner „Obhut“ liegt. Das ist ein immenses Lob und ich weiß das sehr zu schätzen. Danke für euer Vertrauen!

Der Form halber: Bei Tänze von einst habe ich leider noch keine Bestelllinks, kann aber zumindest sagen, dass das Buch weiterhin halt in Produktion ist.

So, das waren die fokussierten Sachen für heute. Ich hab aber noch drei Sachen zu Werken anderer Leute. Zum einen wollte ich kurz etwas für Etwas zu verbergen trommeln, der deutschen Ausgabe des Erzählspiels Something to Hide, mit der ich nun persönlich schaffend wirklich gar nichts zu tun habe. Wer aber was damit zu tun hat, sind Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg, und weil das zwei ganz tolle Menschen sind und ich zudem finde, dass das Spiel spannend klingt, wollte ich auf die noch laufende Vorbestell-Aktion zum Spiel hinweisen.

Massiv willkürlich an dieser Stelle möchte ich dann noch kurz auf Piorr – Design und Entwicklung zeigen. Anika, die dahintersteckt, ist auch eine wirklich langjährige Bekannte von mir – tatsächlich sind wir zusammen zur Schule gegangen, nur um uns dann erst aus den Augen zu verlieren und dann vor allerhand Jahren durch gemeinsame Freunde wiederzutreffen – und ich trommle ja gerne für Projekte von Freunden, die ich gut finde.
In diesem konkreten Fall geht es um nachhaltige, dennoch schicke Gegenstände für den Alltag. Wie ich schon sagte, nicht gerade Kernthema hier, aber wenn euch so etwas interessiert (oder ihr sogar akut einen Brotbeutel sucht), dann schaut doch mal rein.

So, und als Rauswerfer noch was gleichsam willkürliches, aber wenigstens literarisches. Ich komme derzeit endlich dazu, William Gibons neuen Roman Agency zu lesen. Ich hab Gibsons Schreibstil über die Jahre hier ja schon sehr, sehr oft gelobt, aber … ja. Der erste Satz von Agency lautet:

Very recent hiredness was it’s own liminal state, Verity reminded herself, on the crowded Montgomery BART platform, waiting for a train to Sixteenth and Mission.

Den musste ich einfach teilen. Ich weiß nicht, was es ist, aber wenn Gibson seine oft gar nicht direkt zugänglichen, im Sprachniveau unerwartet hohen Sätze mit großer Dichte konstruiert … dann hat er mich einfach am Haken.

Und das war es jetzt wirklich für heute.

Viele Grüße,
Thomas

Tales from the Loop!

Hallo zusammen!

Bildmaterial © Free League Publishing

Heute mal einer meiner selteneren Beiträge mit Bezug zu meiner Arbeit bei Ulisses, aber das hier ist einfach zu cool, um es nicht zu teilen!
Die Katze ist aus dem Sack: Ulisses Spiele wird in Zusammenarbeit mit Free League/Fria Ligan sowohl das ALIEN-Rollenspiel als auch das Rollenspiel Tales from the Loop nach Deutschland bringen1. Und gerade letzteres freut mich so absolut immens, dass ich – einen Tusch! – auch die Redaktion dafür übernommen habe.

Tales from the Loop spielt in einer Version der 80er Jahre, die es niemals gab. Es ist Alternate History mit starkem SciFi- und Mystery-Einschlag, gewürzt, ja, geradezu mariniert mit dem Charme und Flair der 80er Jahre. Man selber spielt Kinder, und das Spiel ist ziemlich, ziemlich gut darin, das auch auszunutzen und gerade auch die ganz anderen Alltagsprobleme von Heranwachsenden mit in den Fokus zu rücken.
Klar, dass mich diese Mischung – Kinder spielen in 80er-Nostalgie – sofort abgeholt hat, denn das sind ja nicht zuletzt auch die Grundzutaten der 1W6 Freunde.

Das Fundament, auf dem im Grunde alles beim Loop ruht, ist darüber hinaus das wirklich, wirklich großartige Artwork von Simon Stålenhag, das mich geradezu hineinzieht in diese alternativen 80er Jahre. Und nicht nur mich, wenn man bedenkt, dass der Loop-Kosmos zudem ja auch (mittlerweile bei Fischer/TOR auf Deutsch erscheinende) Artbook-/Roman-Kombinationen und eine zukünftige Amazon-TV-Serie umfasst.
Das Artwork aber? Ich behaupte, man könnte jede der farbigen Illustrationen aus den Büchern auf Posterformat ziehen und niemand würde das in Frage stellen – so konsistent hoch ist die Qualität und der Einfallsreichtum dahinter.

Bildmaterial © Free League Publishing

Als Free League dann auf uns zugekommen waren mit dem Vorschlag, das Spiel nach Deutschland zu bringen, gingen mir sofort diverse Ideen durch den Kopf, was das für Potenzial bieten würde – und nachdem ich meinem Chef Markus all das an den Kopf geworfen hatte, hatte ich mich offenbar unbewusst auch um den Redakteursposten dafür beworben. Und gerne!

Ich bin ja in erster Linie als Layouter, Grafiker und (mittlerweile) Teamleiter tätig, aber übernehme immer auch mal wieder redaktionelle Aufgaben, von denen meist aber gar nicht viel nach außen dringt. Die zweite Welle Handbücher des Drachen war eine Ausnahme und da die noch immer zu den mir liebsten Sachen gehören, die ich bisher so gemacht habe, bin ich sicher, dass Tales from the Loop auch eine Menge Potenzial für die Zukunft bieten wird.

Bildmaterial © Free League Publishing

Und versteht mich nicht falsch. Das ALIEN-Rollenspiel ist auch ziemlich großartig nach allem, was ich gesehen habe. (Die Redaktion für das Spiel liegt jedoch nicht bei mir.) Aber Tales from the Loop ist ein Spiel, dass ich aktiv spiele, das ich unglaublich schätze und das inhaltlich wie optisch auch etwas ist, an dem ich unfassbar gerne arbeiten wollte. Insofern ist das schon ziemlich weit oben im Olymp der Traumprojekte (mit Sachen wie „Ich habe an Magus gearbeitet“ und „Ich habe in meinem Schrank offizielle Star Wars-Produkte mit meinem Namen im Impressum“) und ich freu mich einfach. Und jetzt kann ich auch endlich mit Leuten darüber reden!

Details werden natürlich folgen und wie immer gilt, dass es besser ist, sich an offizielle Kanäle zu wenden, denn mehr als das, was offiziell raus ist, kann ich sowieso auch gar nicht sagen. Aber weitere Details werden folgen.
Und wir haben eine Menge schöner Dinge vor!

Viele Grüße,
Thomas

Mystics of Mana is da!

Hallo zusammen!

Es war im Jahr 2011, da besuchten wir mit der DORP die KrähenCon in Krefeld. Wir hatten einen eigenen Stand, aber es war recht ruhig dort und so sponnen wir ein wenig herum, warfen und lustige Ideen an den Kopf für Spiele, die wir entwickeln könnten. Das tun wir öfter.
Aber eine Idee, die wir dort hatten, die blieb irgendwie hängen. Die traf einen Nerv bei uns, sprach etwas in uns an und ließ uns nicht mehr los. Und so begann Mystics of Mana seine lange Reise.
Das war 2011. Jetzt haben wir 2020. Genauer gesagt den 02.02.2020, was finde ich nicht nur eine unwahrscheinlich schöne Spiegelsymmetrieb hat, sondern auch den 21. Geburtstag der DORP markiert. Welcher Tag wäre denn besser, um MoM endlich in die Welt zu entlassen?

112 Seiten ist es doch geworden. Es baut auf den Regeln der 5E auf, also quasi des frei verfügbaren Teils von D&D5. Illustriert hat es für uns die großartige Melanie Philippi, deren Artwork dem Spiel noch mal einen ganz eigenen Charakter gegeben hat. Und begleitet von einer Landkarte der nicht einen Deut weniger großartigen Hannah Möllmann, deren Abbildung die Spielwelt Megaterra augenblicklich von einem glorifizierten Kaffeefleck zu einem Ort der Wunder und Abenteurer gemacht hat.

Und wisst ihr, wer das noch möglich gemacht hat? Ihr!
Zumindest wenn ihr uns beim DORPatreon unterstützt, denn das hat es uns ermöglicht, das Spiel nicht so entwickeln zu müssen, wie es wirtschaftlich am „Klügsten“ wäre, sondern so, wie wir es am besten fanden.

Ich druckse mich ein wenig um die Worte herum, Mystics of Mana sei fertig, merkt ihr? Denn noch nicht ganz! Nicht nur frei nach Paul Valérys (oft wem anders zugeschobenem) Zitat, Werke würden nicht vollendet, sondern verlassen. Nein! Bevor wir das Spiel auch drucken werden, wollen wir es erst mal noch ein, zwei Monate reifen lassen. Selber noch ein paar Mal drüberlesen, aber auch euer Feedback abwarten. Vielleicht haben wir ja noch gar schlimmen Unfug übersehen? Dann lasst es uns wissen!
Am Ende dann wird es gedruckt für Geld im Handel sein, aber das DORP-Versprechen gilt auch hier – die digitale Fassung wird immer kostenfrei bleiben.

Und hier könnt ihr es euch holen!

Was mir nun noch bleibt, an diesem schönen Sonntag, ist euch viel Spaß zu wünschen. Das Spiel ist uns eine Herzensangelegenheit – und ich hoffe, dass man es merkt.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Social Media, Mystics of Mana, Kaiser Raul und das Tanzball-Video

Hallo zusammen!

Kehren wir doch zum Ende des Monats noch ein paar Reste zusammen, die nicht ungenannt bleiben sollen. Fangen wir mit einer Sache an, die nach dem Social-Media-Traktat letzte Woche ein wenig schräg wirkt, aber die ich ja dennoch honorieren will – offenbar bin ich jetzt ein Meme.
Oder so:

Das Zitat ist selbstverfreilich aus dem Evergreen meiner sozialkritischen Blogartikel und es freut mich ehrlich enorm, dass die Kunde weiter in die Welt getragen wird.
Soziale Medien … dazu am Ende noch ein Nachtrag/Gedanke.

Reden wir erst mal über schöne Dinge: Mystics of Mana ist pünktlich fertig. Das ja jetzt für den 02.02.2020 angekündigte Spiel ist gerade noch bei Michael für eine finale Durchsicht, aber die 112 Seiten stehen und wir müssen, wenn Michael keinen völligen GAU entdeckt, dann Sonntag nur noch den Hebel umlegen.
Das Spiel ist seit 2011 bei uns in der Mache, lange in der Konzeptionsphase, lange in der Regelfindung, aber nun ist es endlich, endlich soweit, auf die Welt losgelassen zu werden. Zuerst nur digital, und wenn wir dann nach ein paar Wochen des Feedbacks sicher sind, dass kein völliger Unsinn durchgeschlüpft ist, dann auch gedruckt.
Ich hoffe sehr, dass es euch gefallen wird.
Mir? Mir gefällt es!

Im Februar sollte dann auch die dritte Edition der 1W6 Freunde in den Druck gehen, die ja seit Heiligabend kostenlos bereits auf der DORP zum Download bereitsteht.

Derweil, auch noch relativ frisch entschieden: Ich werde auf dem Kaiser-Raul-Konvent 2020 sein. Die DSA-Fan-Edelveranstaltung meines Arbeitgebers steigt vom 13. bis 15. März und ich werde nicht nur vor Ort sein, sondern auch Anteil an Programmpunkten haben.
Details dazu, wenn’s sie offiziell gibt, aber ich find’s ziemlich, ziemlich cool. Ich freu mich drauf!
(Ich war ja vor zwei Jahren schon dort eingeplant, als dann direkt davor mein Vater verstarb – daher wird es zudem mein persönliches KRK-Debüt! Ich sagte es schon, aber: Ich freu mich!)

Eine schon mittlerweile etwas länger vergangene Veranstaltung war hingegen Der Tanzball 2019, zu dem noch immer das Video aussteht. Seit letztem Wochenende aber liegen mir nun endlich die Roh-Aufnahmen vor und ich bin guter Dinge, dass es jetzt auch nicht mehr lange dauern wird. Ich beginne mit dem Schnitt jedenfalls dieses Wochenende!

Zum Abschluss noch als kleiner Nachtrag zu meiner Social-Media-Kritik letzte Woche. Eure Resonanz war super-interessant und positiv, was mich gefreut hat. Aber da ich gestern in den DORP-Kommentaren noch auf eine interessante Zahlenspielerei zu sprechen kam, wollte ich sie euch nicht vorenthalten:
Laut aktueller statistischer Zahlen nutzen wir soziale Medien im weltweiten Mittel 2 Stunden und 23 Minuten pro Tag; rein auf Europa bezogen immerhin noch 1 Stunde 57 pro Tag. So, und jetzt können wir lange über die den Info-Grafiken zu Grunde liegenden Zahlen, sowie die Tatsache reden, dass da YouTube mit drin ist – aber sparen wir uns das mal kurz. Wer etwa ein iPhone hat, kann ja via Bildschirmzeit seine eigene Nutzung relativ bequem checken und muss dann nur noch ehrlich mit sich selbst sein.
Mein Punkt ist aber ein anderer: Wenn wir 2 Stunden pro Tag einfach mal annehmen, dann macht das 365×2=730 Stunden im Jahr. Rechnen wir das wiederum in Tage um, macht das 730/24=30,42 Tage.
Einen Monat pro Jahr in sozialen Medien zu versenken ist, wenn man sich die nüchternen Zahlen mal vor Augen führt, eigentlich ziemlich gruselig, oder?

Und damit soll’s für heute gut sein – ich melde mich definitiv Sonntag dann noch mal, um für Mystics of Mana zu trommeln!

Viele Grüße,
Thomas

Mystics of Mana erscheint am 02.02.2020

Hallo zusammen!

Technisch gesehen ist es heute der letzte Tag meines langen Urlaubs – und boy oh boy habe ich viel im Kopf, über das ich in den kommenden Wochen mit euch hier reden möchte –, aber heute geht es noch mal um Mystics of Mana, Michael und mein so lange, lange in Arbeit befindlichen Pen&Paper-Rollenspiel im Stile klassischer japanischer Video-Rollenspiele.

Im heutigen, zweiten Video sprechen Michael und ich über das Setting, Megaterra, also meinen Beitrag zu diesem Projekt:

Viele Grüße,
Thomas

Mystics of Mana erscheint im Februar!

Hallo zusammen!

Es ist endlich soweit – wir haben lange hinter den Kulissen geschraubt, Jahre sogar, aber die Zeit ist bald gekommen!
Heute ist das erste von zwei Preview-Videos zu Mystics of Mana ins Netz gegangen, das im Februar 2020 erscheinen wird!

Mystics of Mana, zur Erinnerung, ist ein Pen&Paper-Rollenspiel, eine Adaption der Regeln von D&D5, das sich anschickt, Look&Feel japanischer Computer-Rollenspiele („JRPGs“) am Spieltisch erfahrbar zu machen.

Das obige Video bietet dabei einen Einblick in die Regeln des Spiels, Michaels Schwerpunkt, und was wir mit diesen (gerade im Gegensatz zu den klassischen Regeln der Fünften Edition) vorhaben.
In Video Nummer 2 wird es dann in 14 Tagen darum gehen, wie sich die Welt von Mystics of Mana gestaltet – die wiederum war mein Schwerpunkt.

Ich bin so happy, dass das Spiel endlich auf der Zielgeraden ist und kann euer Feedback kaum erwarten!

Viele Grüße,
Thomas

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