Seelenworte

Happy Halloween

Hallo zusammen!

Ich wollte euch eigentlich vor allem ein frohes Halloween wünschen!
Falls ihr mir auf Instagram folgt, dann habt ihr die letzten fünf Tage ja eine kleine … sagen wir schauer-inspirierte Fotoserie sehen können und wie schon bei den letzten Foto-Sets dort, habe ich auch diesmal wieder nun am Ende alle Bilder genommen und hier auf der Seite zu einer Galerie zusammengestellt.

Bild klicken und zur Galerie gelangen!

Entstanden waren die Fotos schon Ende Juli in einem zu dem Zeitpunkt leerstehenden Haus in Stolberg. Meine übliche Mittäterin Anke und ich, wir waren uns einig, dass wir da sicherlich was draus machen können (und sollten, bevor die neuen Mieter reinkommen und die Renovierung beginnt) und so entstand dieses Set.
Riesiger Dank gebührt dabei auch unserem Modell Anna-Lena, durch deren Ausdruck die Bilder erst so richtig abgerundet wurden. Es war ein tolles, sogar ziemlich kompaktes Shooting – und es freut mich, nun auch etwas davon gezeigt zu haben!

(Nebenbei, es gibt noch eine zweite Foto-Reihe vom gleichen Tag, die ich mal bewusst noch nicht ergänzt habe. Die steht auf eigenen Beinen und wird zu einem späteren Zeitpunkt definitiv auch noch ihren Platz im Rampenlicht finden.)

Was übrigens noch immer aussteht, ist mein Blogartikel über die Portugal-Reise, auf der ich die letzten zwei Wochen war. Ich weiß. Es liegt nicht daran, dass ich nichts zu sagen hätte, sondern im Gegenteil vor allem daran, dass ich noch immer daran arbeite, diese völlige Reizüberflutung für mich zu sortieren.
Zum Wochenende aber, zum Wochenende kommt der Text!

Viele Grüße,
Thomas

Übersetzungen sind keine Selbstverständlichkeit

Hallo zusammen!

Ich lese derzeit tatsächlich mal wieder Frank Herberts Der Wüstenplanet. Ihr wisst schon, Dune. Ich habe das Buch irgendwann gegen Ende der Schulzeit in der alten Übersetzung von Ronald M. Hahn gelesen, später dann während des Studiums noch mal im Original. Dieses Mal ist’s bei mir die Neuübersetzung von Jakob Schmidt, die vor drei Jahren zum fünfzigsten Geburtstag des Buches erschienen ist.
Dune war hier im Blog vor fünf Jahren auch schon mal kurz Thema, als ich über meine liebsten ersten Sätze in der Literatur schrieb. (Ein Thema, das ich beizeiten auch mal aktualisieren könnte, wobei der Artikel trotz des Alters weitestgehend Bestand hat.)

Aber nimmt man beides zusammen, so wird ein ganz interessantes, neues Thema draus, was ich hier kurz aufgreifen wollte.
Ich liebe den ersten Satz des Buches, auch wenn er sehr, sehr sperrig ist. Herbert schreibt da:

In the week before their departure to Arrakis, when all the final scurrying about had reached a nearly unbearable frenzy, an old crone came to visit the mother of the boy, Paul.1

In meinem o.g. Blogartikel schrieb ich dazu: „Vor allem aber genial finde ich, wie zwar zwei mehr oder weniger aktive Personen benannt werden – die Vettel und die Mutter –, aber namentlich jemand anderes, nämlich der Junge, gekennzeichnet wird.“

Nun gut. Wie lösen die deutschen Fassungen das nun?
Hahn schreibt:

In der letzten Woche vor ihrem Abflug nach Arrakis, als die allgemeine Aufregung nicht nur zu einem Höhepunkt, sondern beinahe zu einer Unerträglichkeit geworden war, empfing die Mutter des Knaben Paul den Besuch einer Greisin.2

Sieht soweit richtig aus? Ich finde schade, dass grammatikalisch bedingt der Name Paul vom Satzende gewichen (und damit die Betonung eine ganz andere) ist. Aber klar, ist eine Übersetzung. Oder?

Interessant finde ich aber im Vergleich, was Schmidt draus macht:

In der Woche vor ihrem Abflug nach Arrakis, als die Hektik der letzten Reisevorbereitungen ein fast unerträgliches Maß erreicht hatte, kam eine Greisin die Mutter des Jungen Paul besuchen.3

Ist es nicht spannend, wie viel kompakter die Neufassung ist? Und wie Schmidt es zumindest geschafft hat, den „Jungen Paul“ im Satzbau wieder hinter die Greisin und damit quasi ans Satzende (und zurück in den Fokus) zu bringen?
Faszinierend finde ich aber auch die „Reisevorbereitungen“, die definitiv eine sehr freie Übersetzung von „scurrying about“ darstellen, aber im Kontext auf jeden Fall gut funktionieren.

Worum es mir hier aber nicht geht, ist ein finales Urteil zu fällen, ob jetzt Hahn oder Schmidt dem Original gerechter werden oder etwas in der Art. Worum es mir vor allem geht, ist das, was schon die Überschrift sagt: Übersetzungen sind keine Selbstverständlichkeit.
Sie sind Interpretationen. Sie sind Adaptionen. Sie sind – in einem gewissen Maße – Neuschöpfungen.

Im Grunde kann man das auch mit jedem ersten Satz in der Literatur machen; aber so endlos viele Bücher besitze ich nicht in mehreren Übersetzungen. Tolkien wäre ein klassisches Beispiel, aber da ich den Hobbit nur im Original und in der Krege-Übersetzung, und den Herrn der Ringe nur im Original und in der Carroux-Übersetzung besitze, ist das wohl raus.
Dann gibt es die ganz großartige Neuübersetzung von Flemings Bond-Romanen, die bei Cross Cult erschienen ist und von Anika Klüver und Stephanie Pannen realisiert wurde; aber auch da habe ich nie ausreichend Vergleichsausgaben hier. Die beiden haben seinerzeit aber ein interessantes Blog zu dem Thema betrieben.

Ein Beispiel habe ich jedoch noch, wenngleich das mit einer gewissen Voreingenommenheit daherkommt.
E. C. Tubb eröffnet seinen Roman The Winds of Gath wie folgt:

He woke counting seconds, rising through interminable strata of ebony chill to warmth, light and a growing awareness.4

Bei Moewig erschien 1983 eine deutsche Übersetzung unter dem Titel Planet der Stürme, die ging so:

Er zählte die Sekunden, als er erwachte und durch unzählige Schichten eisiger Schwärze zu Wärme, Licht und klarem Bewußtsein hochtauchte.5

Dreißig Jahre später erschien bei Atlantis eine Neuauflage, ebenfalls als Planet der Stürme:

Beim Erwachen zählte er die Sekunden, während er durch endlose Schichten tiefschwarzer Kälte zu Wärme, Licht und wachsendem Bewusstsein emporstieg.6

Ich werde an dieser Stelle kein Urteil wagen. Die alte Übersetzung ist von Lore Straßl, einer Legende im Bereich der deutschen SciFi-Übersetzungen, die Neufassung … war von mir.

Aber der Kern bleibt: Übersetzungen sind keine Selbstverständlichkeit. Jeder Satz, jede Zeile, jedes Wort ist eine Entscheidung. Eine Abwägung.
Übersetze ich „rising“ als hochtauchen oder emporsteigen? Wie dekonstruiere ich die Grammatik der Originalausgabe und wie kann ich sie im Deutschen nachfühlen, ohne dabei zu sehr „wie eine Übersetzung“ zu klingen?

Es war (und ist, glaube ich) immer wieder chic, wenn Leute stets nur auf die Originale schwören, gerne mit einer gewissen Herablassung gegenüber Übersetzungen.
Ich mag Übersetzungen. Ich finde, es ist eine literarische Kunstform, die man ruhig öfter mal loben und würdigen sollte. Mal nicht nur den einen offensichtlichen Übersetzungsfehler auf 400 Seiten in einer Rezension väterlich lächelnd erwähnen, sonder einfach auch den Prozess dahinter mal wertschätzen.
Und genau darum schrieb ich diesen Text.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Herbert, Frank: The Great Dune Trilogy. London: Gollancz 1979, S. 11. Hier online kaufen
  2. Herbert, Frank: Der Wüstenplanet. München: Heyne 1978, S. 9. Hier online kaufen
  3. Herbert, Frank: Der Wüstenplanet. München: Heyne 2016, S. 11. Hier online kaufen
  4. Tubb, E.C.: Winds of Gath. Zitiert ohne eindeutige Seitenangabe aus dem zu übersetzten Rohtext, den ich vom Verlag erhalten hatte. Eine gedruckte Ausgabe gibt es hier
  5. Tubb, E.C.: Planet der Stürme. Rastatt: Moewig 1983, S. 7. Hier online kaufen
  6. Tubb, E.C.: Planet der Stürme. Stolberg: Atlantis 2013, S. 11. Hier online kaufen

Tänze von Einst, die „Spickzettel-Edition“

Hallo zusammen!

Erinnert ihr euch noch, wie ich vor ca. zwei Jahren plante, ein Buch namens Tänze von Einst anzugehen? Quasi eine erweiterte Aufarbeitung des Saltatio-Tanzbuchs, das wir 2016 im Rahmen des Tanzball-Crowdfundings angeboten haben. Ein Projekt, um das es jetzt lange still war?

Nun, das liegt daran, dass aus diesem einen Projekt gewissermaßen anderthalb geworden sind – und Phase 1 nähert sich dem Abschluss.
Phase 1 trägt intern bei mir noch den Arbeitstitel Tänze von Einst – Spickzettel-Edition, was ein Hinweis darauf ist, wie es ursprünglich zustande kam.
Denn schon 2017 auf dem Tanzball fiel mir auf, dass zwar viele Leute grundsätzlich im Besitz des Tanzbuchs waren, aber dann doch lieber wieder handgeschriebene Zettel verwendeten, um schnell noch mal was nachzuschauen.
Außerdem ist es nun, drei Jahre nach dem Ball und somit eher vier Jahre nach dem Crowdfunding, halt auch schade, dass unser Tanzkorpus seither im Grunde nie wieder zugänglich war. Man findet die Einzelseiten auf der Tanzball-Webseite, aber … halt nicht gedruckt.

Tänze von einst … und jene die ihnen ähneln kompakt erkärt wird demnach ein Softcover-Titel. Ein strukturgeprägtes Taschenbuch, schlicht aufgemacht und daher hoffentlich auch in einer Ballumgebung nicht zu aufdringlich, aber zugleich durch den weichen Einband deutlich flexibler zu handhaben.
Das letzte Wort zum endgültigen Format ist noch nicht gesprochen – ich hätte es gerne in A6 gehabt, aber produktionsbedingt wird es ggf. doch A5 werden müssen –, in jedem Fall aber schlanker – und das bei erweitertem Inhalt.

Dies war die Hardcover-Auflage zum Tanzball 2016

Wir haben bei Saltatio in den Jahren seit Erscheinen des Buches ja nicht aufgehört, unser Repertoire zu erweitern – und dem zollt das Buch Rechnung. Knapp über 60 Tänze sind mittlerweile darin zusammengefasst, eine stolze Sammlung, denke ich.

Und Phase 2?
Tänze von Einst – Trainerausgabe ist der Arbeitstitel von einer Version, die kommendes Jahr erscheinen wird und eine ganz andere Richtung gehen soll. Fort von Diskretion und diskretem Erscheinungsbild wird diese Fassung des Buches als ringgebundener Titel erscheinen und richtet sich damit ganz klar vor allem an die Trainingspraxis. Mit vermutlich noch mal leicht erweitertem Repertoire, zusätzlichen Tipps und Anmerkungen zur Tanzlehre, ggf. Hinweisen zur (nicht immer gegebenen) Historizität, Blankoseiten für eigene Tanzergänzungen und mehr derartigen Hilfsmitteln ist dies dann quasi die „Fortgeschrittenenfassung“.
Vor allem ist der Anwendungsbereich aber auch ein anderer. Die Taschenbuchausgabe ist wirklich zum schnellen Nachschlagen, die „Wie ging noch mal …?“-Referenz beispielsweise auf dem Ball, wo man möglichst kompakte Fakten sucht. Die ringgebundene Fassung hingegen ist wirklich für jene, die mehr machen wollen, die eigene Tänze notieren, eigene Recherchen anstellen, Hintergründe wissen und Wissen vermitteln wollen.
Im Endeffekt ergänzen sich beide Bücher dahingehend.

Die Taschenbuchausgabe von Tänze von Einst soll Ende Oktober/Anfang November 2019 erscheinen. (Ziel ist „vor dem Tanzball“, aber eben auch diesmal möglichst fehlerfrei.) Rechnet preislich mit weniger als 10€.
Die ringgebundene Ausgabe wird dann grob in der zweiten Jahreshälfte 2020 folgen.

Lange war es ruhig, aber es freut mich, dass damit mal wieder ein weiteres langfristiges Projekt doch endlich das Licht der Welt erblickt.

Viele Grüße,
Thomas

Ein paar Medien zum Feiertag

Hallo zusammen!

Ich dachte mir, heute so zum Tag der Deutschen Einheit ist ein guter Tag, um mal wieder mit ein paar Medientipps um mich zu werfen. Zwei davon könnt ihr euch quasi direkt im Anschluss auf die Ohren geben, zwei davon sind Crowdfundings – gut, und einer ist quasi schon von gestern.

Fangen wir vorne an: Ich war vor ein paar Wochen zu Gast im nerdigen und niveauvollen Trashtalk, wo ich mit Philipp Lohmann übers Filmemachen gesprochen habe. Die Folge ist seit gestern hier online und ist denke ich ganz cool geworden. Neben dem eigentlichen Thema gibt es in der ersten Hälfte wie beim DORPCast eine Medienschau, wo ich dann auch über Stranger Things Staffel 3 und meinen so geliebten The Fountain reden konnte. Jau, alles in allem sehr nett geworden, denke ich.

Nur indirekt mit mir zu tun hat derweil die erste, nein, nullte Folge des Ulisses-Podcasts. Die gibt es nun hier zu hören und ich selbst habe damit bisher gar nichts zu tun, außer dass ich das Ergebnis ziemlich cool fand.
Philipp Jerulank von unserem Marketing-Team spricht mit Alex Spohr und Zoé Adamietz aus der DSA-Redaktion und zusammen geben sie finde ich mal ziemlich schöne Einblicke in die Gedanken (und Denkprozesse) hinter den Kulissen der DSA-Bücher. Wen das interessiert, der sollte mal reinhören.

Wer hingegen nicht nur jetzt, sondern auch langfristig für seine mediale Versorgung sorgen will, der kann in einem Crowdfunding nun Die Boar Boys Wirklichkeit werden lassen. Geschrieben hat die „bedingt besinnliche Geschichte zwischen Panzerfaust und Bastelschere“ Christian von Aster, der ja nicht nur ohnehin verdammt guter Autor und Sprecher ist, sondern auch vor viel zu vielen Jahren den Pro- und Epilog von Xoro: the Eifelarean eingelesen hat.
Aber mehr noch, illustriert hat das ganze Jacob Müller, der wiederum der Coverzeichner unserer 1W6 Freunde ist.
Kurzum, noch was, womit ich gar nichts zu tun habe, was aber quasi im indirekten Umfeld entsprungen ist.

Den Rest hatten wir schon, aber dennoch: Aces in Space, das als „halb Battlestar Galactica, halb Sons of Anarchy, ganz Social-Media-Star“ beschriebene Rollenspiel von Judith und Christian Vogt sowie Harald Eckmüller, ist auch nach wie vor im Crowdfunding-Prozess. Erwähnte ich hier schon, kann man aber immer noch gut Geld drauf werfen.

Und falls ihr sie gestern verpasst habt, die neue Folge Easy Props ist auch da:

(Alle Folgen auf einmal? Auch kein Problem.)

So, nun aber genug von mir. Habt einen schönen Feiertag, lasst es euch gut gehen – und wir lesen uns dieser Tage hier wieder!

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-08: Faule Äpfel

Ja ja, ich weiß, einen Tag zu spät – aber es ist wieder so weit, eine neue Folge Easy Props ist angesagt:

Wie auch im Video angedeutet, ist diese Folge mehr oder weniger ein Nebenprodukt von Dagonett, aber ich dachte mir, wenn ich schon ein Requisit für den Film bastle, kann ich das ja auch gleich dokumentieren.
Zumal’s irgendwie gut in den Halloween-Monat Oktober passt, fand ich.

Viel Spaß damit – und euch allen morgen einen schönen Feiertag!
Vielleicht ist das für euch ja auch noch mal eine gute Chance, etwas zu basteln oder zu werkeln?

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Podcast-Gastspiel, Mystics of Mana, Filmgedöns, Dreieich und Vögte

Hallo zusammen!

Heute ist nicht wirklich was Großes dabei, aber eine Handvoll nennenswerter Updates, denke ich.

Philipp und ich auf der … öhm … Ratcon 2018, meine ich.

Zunächst: Schon vorletzte Woche habe ich ein Podcast-Gastspiel aufgenommen. Philipp Lohmann hat mich zu seinem Der niveauvolle Trashtalk mit Philipp & Gast eingeladen und wir reden interessanterweise weder über Rollenspiel noch übers Tanzen. Wer hier mitliest, kann vermutlich per Dreisatz lösen, was das Thema sein wird, aber ich will Philipp da nicht vorgreifen.
Die Folge sollte, wenn ich das richtig auf dem Schirm habe, Anfang Oktober scheinen – da sag ich dann aber nochmal Bescheid. Den Podcast an sich gibt es hier.

Weg vom Audioformat und hin zu geschriebenen Worten, sei zunächst gesagt, dass Mystics of Mana weiterhin rapide Form annimmt. Es sind jetzt noch vier kleinere Kapitel, die ich überarbeiten muss, dann geht’s in die Nachbearbeitung (Lektorat, Layout, Fahne). Alles auf Kurs also.

Auch wirklich wieder konkret auf dem Tisch gelandet ist Einfach Filme machen V2, sicherlich auch motiviert durch diversen Drehtage der letzten Wochen. Wobei das Buch irgendwann dringend einen neuen Titel braucht, denn es wird immer klarer, dass das im Endeffekt ein neues Projekt geworden ist.
Interessant ist für mich dabei, wie viel kompakter meine neuen Texte sind; aber ich glaube, es ist eine starke Verbesserung. Einfach Filme machen ist immer noch okay, denke ich, aber da ist so viel Fett und so wenig Fokus in dem Buch, das kann ich heute denke ich auf jeden Fall besser machen. Und praxisorientierter.
Ich will hier nicht’s versprechen … aber 2020 sollte denkbar sein.

Tom und ich am Set von Morold. (Foto © 2019 by Ralf Murk)

Und wo wir schon vom FIlmemachen reden – vom Morold-Drehtag berichtete ich ja die Tage schon. Da könnt ihr uns erst mal die Daumen drücken, dass der nächste geplante Drehtag Anfang Oktober klappen wird.
Ende Oktober drehen wir planmäßig dann hoffentlich die nächsten neuen Folgen Easy Props. Die letzte tatsächlich für dieses Jahr noch fehlende Sache habe ich gestern kurz runtergekurbelt, insofern läuft das weiterhin gut.

Dann sei hier nur kurz drauf verwiesen, dass ich entgegen früherer Ankündigungen dieses Jahr wohl doch nicht auf der Dreieich-Con sein werde. Keine dramatischen Hintergründe, einfach nur ein Fall von „Ressourcen sinnvoller einsetzen“. Ich wünsche euch aber, solltet ihr da sein, natürlich dennoch viel, viel Spaß dort!

Und zuletzt noch ein Fremdtipp an dieser Stelle – Judith und Christian Vogt sind ja bekanntermaßen Freunde von mir und die haben gerade, zusammen mit Harald Eckmüller und weiteren Helfern, das Crowdfunding zu ihrem neuen, eigenen Rollenspiel Aces in Space in Schwung gebracht.
Da habe ich genau nichts mit zu tun, aber ich bin ja nach wie vor gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten Multiplikator für die Projekte von Freunden. Insofern, wenn ihr Rollenspiele im Allgemeinen, FATE und Space Operas im Speziellen mögt, schaut doch mal rein.

Und das war’s für heute schon.
Wie gesagt, nichts Weltbewegendes, nur Updates und Hinweise heute.

Viele Grüße,
Thomas

Was wirklich wichtig ist

Hallo zusammen!

Voriges Jahr ging ich durch Aachen und traf durch Zufall eine alte Bekannte. Wir hatten uns lange nicht gesehen, also quatschten wir ein bisschen. Der Grund, zeigte ich dann, dass wir uns so lange nicht gesehen hatten, war, dass sie mit Brustkrebs gekämpft (und gewonnen) hatte. Ihr ging es wieder gut, sie wirkte gesund und energiegeladen, aber das hatte Zeit gebraucht.
Letztes Jahr, das war entsprechend auch im Nachklang des Todes meines Vaters – und wir bemerkten, dass wir aus zwei verschiedenen Richtungen kommend eine gleiche Erkenntnis erlangt hatten – manchmal muss man sich einfach im Leben die Zeit nehmen und entscheiden, was einem wirklich etwas bedeutet. Und was nicht. Und wer.

Vor jetzt auch schon wieder einigen Monaten war Tobi bei mir abends mal zum Essen zu Besuch. Tobi, wer hier mitliest weiß das, ist Strahlenphysiker und ringt seinerseits nun schon mehr als ein Jahr auch öffentlich mit Leukämie. Wir sprachen vor allem über einige mögliche zukünftige Projekte, aber wir sprachen natürlich auch über das, was uns privat so umtrieb.
Und tatsächlich fand ich auch im Gespräch mit ihm den gleichen Impuls. In einem aktuellen Beitrag schreibt er: „Mein Mitgefühl für BS aka “Erste-Welt-Probleme” war früher auch schon recht bescheiden und ich kann wenig Toleranz für Leute aufbringen, deren größtes Problem darin besteht, dass an ihrem Arbeitsplatz die Parkplatzsituation so bescheiden ist, dass sie 15min länger jeden Morgen brauchen oder der Küchenmonteur die Küche falsch eingebaut hat.”
Das ist noch mal eine andere Facette, aber dennoch ein wichtiger Aspekt.

Unsere Zeit hier ist begrenzt, und das nicht nur im Sinne, das wir alle einmal sterben, sondern schon alleine etwa hinsichtlich unserer Gesundheit. Tobi, meine Bekannte und mein Vater – in allen drei Fällen war es Krebs; bei meiner Mutter zuvor ja auch.
All diese Pläne, die wir alle haben – ein Buch schreiben, mehr Zeit für etwas oder jemanden aufbringen, einmal mit eigenen Augen die Sonne im Meer versinken sehen –, wir müssen sie nicht alle sofort umsetzen. Aber es muss einem klar sein, dass der Tag kommt, an dem wir sie nicht mehr umsetzen können.

Einige solche Entscheidungen können hart sein. Beziehungen, die nicht mehr funktionieren? Die Erkenntnis, dass einen die Lust an einem Hobby verlassen hat? Der Umstand, dass Zeit ein begrenztes Gut ist und man irgendwann nicht mehr alles machen kann, was man möchte? Die Situation, in der man begreift, dass ein Mensch im direkten Umfeld ein negativer Einfluss ist oder man vielleicht einfach nicht mehr das Gleiche sucht?
Vielleicht enttäuscht man Leute durch seine Entscheidung. Sicherlich ist es in gewisser Weise Egoismus, aber ausnahmsweise keiner, den ich verurteilen würde.
Leben ist hart. Aber man muss es sich nicht härter oder elender machen, als es ist. Umgekehrt ist es legitim etwas dafür zu tun, dass es einem Freude bereitet.

Auch ist die Perspektive wertvoll, worüber man sich wirklich aufregen möchte. Wie es schon Tobi umreißt: Vieles von dem, was uns ärgert oder aufregt ist, letztlich, trivial und nichtig. Weshalb bin ich weniger in sozialen Medien unterwegs? Weshalb meide ich viele Kritiken mittlerweile? Fandoms umso mehr? Weil es, wenn ich ganz ehrlich bin, in den meisten Fällen für mein eigenes Leben völlig egal ist. Im Angesicht dessen, was einem in einem Menschenleben so alles widerfahren kann umso mehr.
There but for the grace of God go I,1 sagt ein englisches Sprichwort.

Oft hört man ja im Umfeld von Entrepreneur-Life-Coaches, dass man, wenn man einen Job hätte, den man hasst, etwas ändern solle. Das hat immer was von „Trau dich und spring“ mit einer irrationalen Prise Optimismus für mich; aber in einer Hinsicht steckt etwas sehr Wahres darin – wer wirklich unzufrieden ist, nicht nur mal genervt sondern ernsthaft unzufrieden, der sollte etwas ändern.
Vielleicht nicht, weil er alles erreichen kann, wenn er nur will. Definitiv aber, weil wir in diesem einen Leben halt auch nur die eine Chance haben.
Das ist definitiv etwas, was mich antreibt. Sicherlich einer der Gründe, warum ich immer so viele Projekte habe. Beispielsweise auch einer der Gründe, warum ich es mir gar nicht leicht gemacht habe zu entscheiden, ob ich im vergangenen Frühling erneut für mein Vorstandsamt bei Saltatio antreten sollte. (Ich habe es getan und bisher nicht bereut.)
Es ist schlussendlich eine grundlegende Perspektive, die vieler meiner Entscheidungen beeinflusst. Man weiß ja nicht, wie viele Chancen wir in einem Leben so haben. Ich bin damit nicht alleine, aber ich hoffe, dass andere vielleicht weniger eigenen Lack lassen müssen, um für sich zu dieser Erkenntnis zu kommen.

Wie ihr gemerkt habt, habe ich diesen Artikel nicht geschrieben, nachdem mein Vater starb. Oder nachdem ich die Bekannte traf. Oder nach dem Essen mit Tobi.
Gestern aber erfuhr ich – mehr durch Zufall – dass ein Freund von mir aus Schultagen tödlich verunglückt ist. Wir hatten seit sicher 15, eher 18 Jahren keinen Kontakt mehr gehabt, hatten uns gänzlich aus den Augen verloren.
Und jetzt ist er nicht mehr da.
Es hat mich deutlich mehr geschockt und traurig gestimmt, als ich es nach der Zeit wohl erwartet hätte.
Er war nur wenige Monate älter als ich. Viel zu jung also, um schon zu gehen.

Wir haben nur dieses eine Leben.
Wir sollen verdammt sein, wenn wir nichts daraus machen.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Die Redensart hat mich bei der Übersetzung der Dumarest-Romane wirklich Nerven gekostet. Vor allem weil es als Credo eines Ordens dort auch nicht zuließ, dem Sinn nach frei übersetzt zu werden.
    „Einzig durch Gottes Gnade bin nicht ich es, der dort wandelt“ vielleicht. 

Morold: Drehtag 1 im Kasten

Hallo zusammen!

Morold und die Karte von Carthagena hat seinen ersten Drehtag hinter sich. Wobei es uns die Begleitumstände gar nicht mal leicht gemacht haben.

Ursprünglich war der Dreh für vorletzten Samstag angesetzt, aber nach langem Ringen hatten wir den aufgrund der Wetterprognosen abgesagt. Zu Recht, wie wir sehen sollten.
Wir hatten eh einen Ausweichtermin im Kalender, das passte also. Diesmal waren uns auch die Wettergötter mehr als hold und so rückten wir aus an eine sowohl aus Xoro wie auch aus Hilde vertraute Location …

… nur um dort eine unliebsame Überraschung in Form einer gewaltigen Zahl Touristen zu erleben. Versteht mich nicht falsch, das ist ihr gutes Recht und wir drehen ja bewusst nur an öffentlichen Orten. Aber so ein Aufkommen haben wir da auch noch nicht erlebt.
Also spontan vor Ort eine neue Location gesucht und – dank Ralfs untrüglicher Erinnerung an frühere Drehorte – auch gefunden. Dennoch hat uns das ganze Aufheben schon mal anderthalb Stunden vom Tag gefressen; ein beschwerlicher Start also.

Als es dann aber einmal lief, dann lief es auch. Die Darsteller gaben alles, das neue Kamera-Gespann, bestehend aus Ralf (der auch bei Hilde DP war) und Tom (der schon bei Xoro die Kamera schwang) funktionierte hervorragend und am Ende des Tages waren wir mit der Ausbeute sehr, sehr zufrieden.
Inzwischen habe ich erste Shots auch schon gesehen und denke, ja, das wird auf jeden Fall der hübscheste Eifelarea-Film bisher.

Alle Fotos in diesem Artikel außer dem ersten sind © 2019 by Ralf Murk

#einmalmitprofis ;)

Alles in allem war es mal wieder ein Paradebeispiel für die Hürden, die man als NoBudget-Filmtrupp manchmal nehmen muss, aber auch Zeugnis davon, dass wir solche Rückschläge mittlerweile souverän einfach meistern können.
Vermutlich wächst das Projekt damit allerdings von zwei auf drei Drehtage an, da wir am Ende halt doch weniger geschafft haben, als geplant war. Nun denn, dann ist das so.
Erscheinen soll der Film 2020 – und da habe ich auch keine Zweifel, dass das klappen wird.

Einen möglichen Drehtag haben wir für dieses Jahr noch, bevor uns hier die kalte Jahreszeit in der Eifel einholt, aber auch da wird es nun erst einmal eine Frage sein, wie gnädig uns die Wettergötter sind. Ich werde weiterhin berichten.

Hier im Blog geht’s in den kommenden Tagen vermutlich mal wieder mit Allerlei weiter, denn auch an anderen Fronten tut sich nach wie vor einiges.

Viele Grüße,
Thomas

DORP by DORP – Spot 2

Hallo zusammen!

Ohne lange Vorrede:

Der Spot war nun erstaunlich lange in der Mache. Mir waren nach dem ersten Spot zwei Sachen klar: Mir war klar, dass ich noch einen machen will, aber dass ich nicht den gleichen Stunt nochmal bringen will.

Also suchte ich etwas, was ähnlich gut zu adaptieren sein könnte wie der Sommer-Alkopop-Party-Spot-Look des ersten Videos und kam dann relativ schnell zu Apples Here is to the crazy ones, den ich ungeachtet dessen, was man von der Firma halten mag, schon immer mochte – aber das war erst einmal nur eine grobe Idee.

Dann kam der Tag, an dem ich das Vorwort zu dem Handbücher des Drachen-Titel Rollenspiel-Essays 2 schrieb (Wer noch eins will …) und darin wiederum folgende Worte fand:

Wir sind alle Rollenspieler. Nennt uns Stimmungsspieler oder Püppchenschubser, Erzählonkel oder Powergamer – wir finden uns alle gemeinsam am Spieltisch ein, um miteinander Spaß zu haben.

Und da dämmert mir, dass da vielleicht was geht. Der Apple-Spot vermeidet es umfassend, auf das Produkt selber zu verweisen, sondern wirbt im Grunde mit der Leistung der gezeigten Leute.
Und das fand ich gut. Aber damit das ginge, konnten das im Grunde nicht nur wir sein, dafür brauchten wir die Hilfe unserer Fans – und geholfen haben sie uns! Sowohl auf der Dracon als auch auf der Feencon sind einige meinem Ruf gefolgt und haben das Video in dieser Form möglich gemacht.
Insofern sind in dem Video auch drei inszenierte Leute aus dem DORP-Freundeskreis, ein Dracon-„Moment“, unser Feencon-Stand, eine Wiederverwertung aus dem letzten Spot und ein schrulliges Jugendvideo von Matthias und mir zu sehen, aber eben auch viele, viele von euch. Und das hat das Video für mich dann so rund und befriedigend umzusetzen gemacht.

Ich hoffe es macht euch Spaß. Wenn ihr’s jetzt nicht ganz doof findet, gibt’s kommendes Jahr definitiv wieder eines. Und garantiert wieder ganz anders.
Dieses Mal aber konnte ich nicht nur implizit Werbung für unseren Shop machen, sondern vor allem ist es eine Huldigung von, ein Loblied auf euch, unseren Fans.

Und das?
Das macht mich glücklich.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: DORP-Dinge, Filmprojekte, Ulisses-Spaß und ein Hauch von Fhtagn

Hallo zusammen!

Viel, viel bewegt sich – und zwar an vielen Fronten. Versuchen wir doch zum Monatsbeginn mal wieder einen Rundumschlag quer durch alle Themenfelder.

Freude vorweg: Das Artwork von Mystics of Mana ist vollständig. Tatsächlich früher als geplant, aber Melanie hat noch mal richtig reingerockt und uns zum Abschluss noch mal richtiggehend verzaubert. Da will ich noch nichts Neues von zeigen, aber rechnet zwischen September und Oktober mit einem Reveal.
Kurzer Seitenhinweis: Das Artwork der DORP wird ja zu einem großen Teil via DORPatreon finanziert – und wen das Thema insgesamt interessiert, der findet seit Mitte August dort mal wieder einen Artikel, der das alles ein wenig zusammenfasst – wie immer offen für alle zu lesen. In dem Artikel findet ihr auch eine der ersten neuen Illus aus Motel, einem FATE-Abenteuer von mir (auf Basis eines uralten Angel-Abenteuers), das hoffentlich ebenfalls im Herbst erscheinen wird.
Definitiv jetzt am Sonntag erscheint dafür der DORP-Spot 2, unser zweites Getshirts-Video und … hach, ich bin einfach happy damit. Stilistisch wie erhofft, unter Mitwirkung einiger DORP-Fans entstanden und … ja, ich freu mich drauf! Sonntag!

Wo wir schon bei Filmen sind: Von Dagonett habe ich naturgemäß im August ja mehr geschrieben gehabt. Mittlerweile steht jedenfalls der Rohschnitt ebenso wie das vorläufige Grading – im Optimalfall kommt der Film im Oktober noch, sonst im November. Auf jeden Fall noch dieses Jahr.
Dann ist da Morold und die Karte von Carthagena, dessen erster Drehtag diesen Samstag anstünde … wenn das Wetter mitspielt. Derzeit sehen die Prognosen nicht so aus, aber ihr dürft uns gerne die Daumen drücken – vielleicht haben wir ja Glück.

Ebenfalls ein Video war ja der Ulisses-Workshop zur Welt der Dunkelheit, den ich mit Kollegin Jasmin Neitzel und der großartigen Carolina Möbis halten durfte. Ich schrieb ja schon darüber, und hier könnt ihr es euch ansehen.
Mittlerweile ist aber auch schon das nächste persönliche Ziel eingelöst worden und ich war noch mal im Taunus, um mit einigen eifrigen Backern in jene Welt der Dunkelheit zu reisen. Schön war’s, hat Spaß gemacht!

Und damit bleibt noch ein Non-DORP- und Non-Ulisses-Rollenspiel: Ihr mögt euch erinnern, die Macher von Fhtagn hatten, irgendwann zum Jahreswechsel glaube ich, angefragt gehabt, ob sie alte Texte von mir aus Cthulhus Ruf aufbereiten dürfen. Ich hatte zugesagt.
Das „Update“ hier lautet auch einfach nur: Jau, das läuft noch. Sie sind noch bis zum Hals an den Grundbuch-Arbeiten dran, aber mein alter Kram soll dort nach wie vor einen neuen Anstrich bekommen. Mehr Infos zum Projekt wie gehabt hier.
Einen Zeitplan gibt es nicht, aber halt so als generelle Info …

Soweit von mir gerade. Die Belletristik ruht ein wenig zwischen all diesen Projekten, die Foto-Front ist weiterhin in Bearbeitung. Hallo Anne ist für Ende Oktober wieder auf der Agenda, ebenso ein Dreh für eine dritte Staffel Easy Props, wobei die aktuelle noch bis in einschließlich Dezember laufen wird – drei Folgen haben wir noch. (Apropos, die aktuelle Folge schon gesehen?)

Viele Grüße,
Thomas

Easy Props, Folge 2-07: Ein Messerschnitt

Hallo zusammen!

Es ist mal wieder soweit und eine neue Folge Easy Props steht an:

Nach der ja eher aufwendigen letzten Folge ist es heute wieder mehr ein Kandidat für die Bastler mit Haushaltsmitteln denke ich – aber dennoch ein sehr cooler Effekt, der vor allem auch ohne zu großen Aufwand live sehr gut funktionieren kann.

Viele Grüße und einen wundervollen (und unfallfreien) Sonntag wünsche ich!
Thomas

Dagonett: Kurzfilm-Dreh erfolgreich

Hallo zusammen!

Ich weiß, ich habe hier was länger nichts von mir hören lassen, aber der Grund ist mal erfreulich: Dagonett, unser zweiter Condra-inspirierter Kurzfilm, ist im Kasten.

Generell sagt man ja (zu Recht), dass die Zeit subjektiv immer schneller vergeht, je älter man wird und dass so die endlosen Sommer unserer Kindheit dahinschmelzen zu einigen rauschenden Wochen vor dem Herbst. Das kann ich aber zumindest im Bezug auf diesen August wahrhaft nicht unterschreiben. Das ging ja schon mit der Ratcon los, ging über unseren Ulisses-Retreat weiter, beinhaltete eine Menge Dinge, über die ich hier auch mal schreiben könnte (etwa News rund um DORP-Artwork) und Dinge, die niemanden interessieren (etwa dass ich dringend die restlichen Fenster vor dem Winter noch lasieren muss).
Was aber gerade die letzten zehn Tage mitbestimmt hat, war der Dreh von Dagonett.

Das ist, wie gesagt, unser zweiter Condra-Kurzfilm nach Actuarium (hier auf YouTube), allerdings vom Typ her etwas anders. Diesmal gibt es Dialoge, er ist minimal länger, aber wie schon sein Vorgänger ist auch Dagonett so eine Art Schlaglicht, ein Blick auf ein Versatzstück einer insgesamt größeren Handlung, das dabei für sich steht.

Ich muss sagen, ich genieße das als Format gerade sehr. Keine großen Erklärungen, wer die Leute sind und was dort passiert, aber (hoffentlich) der Anklang einer größeren Welt, die dahinter steht und die Inszenierung eines bestimmten Aspektes dieses Settings, das wir über so viele Jahre eigentlich fürs LARP geschaffen haben.

Und genossen habe ich auch den Drehtag, denn der lief reibungslos wie selten einer. Mein Zeitplan sah idealerweise einen Beginn um 10 und ein Ende um 17 Uhr vor. Um 10:01 waren wir startklar und um 16:45 fertig. Ich wäre da ja schon geradezu misstrauisch, wenn nicht der Rohschnitt des Films schon stünde und sich nicht alles zu fügen schiene. Vielleicht ist es ja also doch „diese Erfahrung“, die sich da langsam auszahlt.

Ein großer Dank gebührt meinend drei Darstellern Julia, Dennis und Tim, sowie Lichte als ewig fleißige Assistenz hinter der Kamera und Gérard, der einmal mehr praktische Effekte und Effekt-Makeup beigesteuert hat.

Ich peile derzeit auf ein Release im Oktober – eine weitaus bessere Perspektive als das geschlagene Jahr, dass Actuarium damals gebraucht hat. Gänzlich festlegen will ich mich aber noch nicht.
Wie gesagt, geschnitten ist er, Dialogton vom Set schon abgemischt und ein vorläufiges Color Grading angewandt. Was nun noch aussteht sind einige visuelle Effekte und die finale Ton-Abmischung. Das geht also.
Wir werden sehen.

In Sachen „Filmprojekte“ geht da derzeit noch einiges. Wenn das Wetter mitspielt, haben wir übernächstes Wochenende den ersten von zwei Drehtagen von Morold und die Karte von Carthagena, und jetzt an diesem Sonntag sollte die neue Folge Easy Props ebenfalls pünktlich am Start sein. Wenn alles klappt, kommt am Sonntag darauf auch der zweite DORPShop-Werbespot, der ist auch im Grunde startklar.
Und ach, generell hätte ich auch die Idee für einen dritten Condra-Kurzfilm nächstes Jahr … aber erst mal Dagonett, gar keine Frage.

Wie ich sagte, der August war subjektiv ein sehr langer Monat, aber einer, der sich dafür auch mal so richtig gelohnt hat. Zu all den anderen Baustellen dann vermutlich dieser Tage mal mehr in Form eines Allerlei-Artikels.
Abschließend noch ein paar Bilder aus dem vorläufigen Schnitt des Films. Für die Setfotos entlang des Artikels gebührt hingegen ebenfalls Lichte der Dank.

(Ist aber auch abseits unseres Projektes mal interessant, beide Eindrücke nebeneinander zu sehen, zeigt es doch gut, warum man selbst bei unseren Filmen nicht wirklich anhand von Set-Fotos ableiten kann, wie der eigentliche Film nachher aussieht. Set-Fotos zeigen halt vor allem die Arbeit der Leute vor Ort – und das ist gut so, denn die gehört ja auch gewürdigt.)

Viele Grüße,
Thomas

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