Das wird 2026

Hallo zusammen!

Fangen wir mit dem Offensichtlichen an: Ich hatte eine Menge Pläne für das zurückliegende Jahr und es ist völlig fair zu sagen, dass vieles davon am Ende bisher nicht erschienen ist. Da gibt es viele Detailgründe für, aber vor allem einen übergreifenden Zusammenhang: Ich will’s halt gut machen.
Der grenzenlose Vorteil meiner Privatprojekte – von meinen Romanen bis zu DORP-Downloads, von meinen Filmprojekten bis zu diesem Blog – ist ja, dass nix davon die Miete zahlen muss. Das heißt nicht, dass ich nicht dennoch bestmögliche Werke abliefern will, aber in gewisser Weise heißt es umgekehrt, dass ich bestmögliche Werke abliefern kann.
Denn hier jagt mich niemand und klar, beispielsweise Der Pakt der weißen Nächte ist jetzt deutlich überfällig, aber es gibt kein Budget, über dessen Grenzen ich dadurch rutschen könnte, keine Gehälter, die bezahlt oder verbindliche Deadlines, die erfüllt werden müssen – und das gibt mir die Chance, mir eben auch über alle Pareto-Grenzen hinaus alle Zeit zu nehmen, dass es dann am Ende wirklich so wird, wie ich es mir vorgestellt habe.
Wobei, wie eh und je, das letzte Wort in Sachen Qualität habt natürlich am Ende ihr als Leser oder Zuschauer.

Nun denn, der Reihe nach …

Vom Schreiben

Fangen wir doch mal direkt damit an: Der Pakt der weißen Nächte wächst und gedeiht, wie es sein sollte. Es ist auch nicht so, als wenn ich nicht letztes Jahr viel daran geschrieben hätte – das Buch wird nur ein ganzes Stück umfangreicher als Das letzte Kind von Kaltenstein. Irgendwo hätte ich es auch kommen sehen können – der Plot ist deutlich komplexer und die Anzahl handelnder Figuren ist deutlich größer. Gerade weil es aber inzwischen so smooth läuft und ich zumindest Stand heute glaube, alle wichtigen Eckpfeiler der Geschichte abgesteckt zu haben, bin ich guter Dinge, dass das dieses Jahr nun was wird.

Die andere private Buchveröffentlichung, die ansteht – und die schon sehr viel konkreter greifbar ist –, wird Tänze von Einst in einer zweiten Auflage sein. Zahllose Errata, eine ganze Reiher neuer Tänze, ein grafisch dezentes Upgrade, kurzum eine auf jeder Ebene überarbeitete, verbesserte Fassung. Die erste Auflage ist inzwischen fast sechs Jahre alt, und die Hardcover-Sonderausgabe zum Tanzball 2022 ist nun auch schon wieder eine Weile her, ich denke das ist ein guter Zeitpunkt.
Geplant ist es für Februar/März.

Was ansonsten noch immer offen ist, ist die Kurzgeschichte, die ich vor inzwischen zwei Jahren für eine Anthologie verfasst habe, die nach wie vor nicht raus ist – aber vielleicht ja dieses Jahr kommt. Und zu der gesellt sich eine zweite Kurzgeschichte, die ich dann letztes Jahr für eine andere Anthologie verfasst habe, die vielleicht ja auch dieses Jahr kommt. Mal schauen.

Vom Filmen

Direkt vorweg – hierzu wird’s die nächsten Tage auch einen ganz kurzen Teaser mit bewegten Bildern geben, aber ich wollte weder diesen Artikel verzögern, noch darin nicht über die laufenden Filmprojekte reden.
Morold und die Karte von Carthagena ist ja nun auch schon eine lange Weile abgedreht und verbringt nach wie vor Zeit in der Postproduktion. Aber der Audiomix steht zu inzwischen denke ich 80% und daher vermute ich, dass Ralf und ich uns zeitnah an das Festzurren des finalen Schnitts begeben können.
Ich sag mal: Sommer…isch.

Laudate, meinen dritten Kurzfilm in unserem Setting Condra, habe ich ja voriges Jahr dank der großartigen Großartigkeit einiger Freunde ziemlich spontan ebenfalls in den Kasten bringen können. Der ist noch im Schnitt, ist aber zugleich viel kompakter als Morold, sodass ich optimistisch bin, dass auch der dieses Jahr an den Start gehen wird.

Und dann gibt es noch einen ganzen Wurf Tanz-Videos in verschiedener Form – zwei davon aus Portugal, eines die Fortsetzung unseres inzwischen auch Jahre alten „Elements“-Projekts und ein letztes die Video-Umsetzung einer Choreographie meiner häufigen Kollaborateurin Anke.
(Klar, es wird dann auch wieder ein Dracon– und ein Tanzball-Video von mir geben, aber das ist ja sozusagen die „Baseline“ …)

Vom Hörspiel

Hier hab ich gar nicht sooooo viel zu sagen – aber Gérard und ich haben in der Silvester-Nacht festgestellt, dass wir beide unser langjähriges Hörspiel-Projekt Hallo Anne auf der Prio-Liste für 2026 stehen haben.
So Gott will, wird das also auch endlich was – das ist ja nun auch schon seit mehr als einem halben Jahrzehnt in der Mache; wobei wir, der Fairness halber, da auch mehrere Jahre Pandemie-Zwangspause hatten.

Von Rollenspiel-Dingen

Bei der DORP habe ich drei Projekte für dieses Jahr auf dem Radar:
Im Kreis der Familie – Überraschung, das ist neu – ist ein 5E-Abenteuer. Das hatte ich eigentlich nur für die Dracon letztes Jahr vorbereitet, aber da hat es mir so viel Spaß gemacht, dass ich plane, es für die DORP niederzuschreiben und dort zu veröffentlichen.
Geplant ist das zweite Quartal.

Dann, man wagt es ja kaum zu glauben, soll 2026 das Jahr sein, in dem endlich auch Frisch, fromm, fröhlich, frei erscheint, unser zweiter richtiger Abenteuerband für Die 1W6 Freunde. Hunderttausendmal verschoben, ich weiß … aber ich habe einen Plan und eine Menge Optimismus.
Wer lange genug mitliest, wird merken, dass ich Dinge herumgetauscht habe – eigentlich sollte dies hier der dritte Band sein, und Allzeit bereit der zweite; aber um da endlich mal einen Fortschritt zu erreichen, habe ich intern Dinge umgeplant. Abgesagt ist nichts, nur getauscht.
So uns das Schicksal gewogen ist: drittes Quartal.

Dann hab ich ein FATE-Abenteuer namens Nicht für das Leben, sondern den Tod geschrieben, das auch noch dieses Jahr auf der DORP erscheinen soll. Der Teil ist aber ziemlich sicher – das Abenteuer steht nämlich bereits und wird in einer Anthologie erscheinen, die der DORP’sche Markus betreut und an der neben ihm und mir zudem Ralf Sandfuchs und Kaid Ramdani beteiligt sind.
Da es eine Grusel-Anthologie ist, relativ sicher: viertes Quartal, irgendwo rund um Halloween.

Was natürlich auch auffällt: Ganz viel von dem, was ich hier letztes Jahr benannt hatte – mehr Mystics of Gaia, Echos des Mythos, Einsam ins Dunkel der Nacht – taucht nun gar nicht auf. Das stimmt.
Hintergrund ist einfach der: Wir haben uns letzten Herbst mal zusammengesetzt und geschaut, was wir glauben, was wir neben Privatleben und Beruf sicher dieses Jahr werden bieten können. Mein Anteil daran sind die oben genannten Dinge. Alles andere ist auch weiterhin auf dem Zettel, aber es ist nichts, was ich für 2026 versprechen möchte.

Zuletzt: Natürlich werde ich auch auf der Arbeit an einer gewaltigen Menge Rollenspiel-Material sitzen. Ich vermute, schreibend, übersetztend, layoutend und in sehr vielen Fällen einfach nur koordinierend. Aber das gehört nicht nach hier, einerseits ist es nicht der Fokus dieser Seite und andererseits kann ich da auch gar nicht so einfach aus dem Nähkästchen plaudern.

Vom Leben

Zuletzt habe ich natürlich auch ganz viele Dinge vor im nun jungen Jahr, die völlig über die Grenzen dessen hinausragen, worüber ich hier öffentlich sprechen will.
Ich habe bisher keine konkrete Reise für dieses Jahr geplant, aber ich habe durchaus irgendwie vor, mal wieder „wohin“ zu fahren. Ich will mich mehr ums Haus kümmern, all diese Dinge.

Zwei Dinge aber kann ich an dieser Stelle weiterhin recht souverän ausschließen. Zum einen: Rechnet nicht mit irgendeiner nennenswerten Social-Media-Präsenz von mir. Ich lass‘ das Fass heut‘ zu, aber meine tiefsitzende Überzeugung, dass Social Media gesellschaftlich und für die Psyche eines jeden einzelnen ein riesiger Fehler ist, ist ja nicht neu.
Und zum anderen: Rechnet nicht mit einer Rückkehr des DORPCasts. Michael und ich, wir sehen uns weiterhin als „auserzählt“, was ein Two-Dudes-Talking-Podcast-Format im Rollenspiel-Bereich angeht. Das mag sich irgendwann mal ändern, aber nicht absehbar.
(Aber hey, wenn du einen Podcast hast und mich als Gast einladen wollen würdest – schreib ruhig mal ’ne Mail.)

Und alles andere würde ich mal „das Flachhalten des Balles“ nennen; also im Endeffekt das, worüber ich im letzten Teil meines Jahresrückblicks schrieb. Dazu gehören auch ein paar wirklich dem eigenen Genuss dienende Dinge – ich will auch in diesem Jahr viel lesen, hören, schauen und spielen. Medien, insbesondere jene, die Geschichten erzählen, sind einfach das, wofür mein Herz schlägt. Ich möchte nicht – wie es mir in der Vergangenheit durchaus ab und an passiert ist – vor lauter Machen aus den Augen verlieren, wieviel Freude mir das auch als Teil des Publikums alles bereitet.

Und alles andere habe ich glaube mich mit meinem Neujahrsgruß schon vollumfänglich gesagt.

Willkommen im Jahr 2026.
Und jetzt rocken wir einfach dieses Ding, das wir alle Leben nennen.

Viele Grüße,
Thomas

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