Das waren Medien 2020

Hallo zusammen!

Kommen wir zu einem insgesamt definitiv positiveren Thema im Rückblick auf das vergangene Jahr – konsumierte Medien und meine Highlights. Wie schon in den letzten zwei Jahren etwas kompakter als in jenen zuvor.

Ein bisschen Statistik vorweg: Ich habe im vergangenen Jahr mein Leseziel von 50 Büchern und Graphic Novels gut überschritten. 57 waren es, verteilt auf 22 Romane, 4 Sachenbücher und 31 Graphic Novels. Stimmt mich zufrieden, auch wenn ich für kommendes Jahr glaube ich das Verhältnis von traditionellen Büchern und Comics drehen möchte.
Ich habe 48 Filme gesehen, 3 davon im Kino, und 24 Staffeln aus 18 verschiedenen Serien geschaut. Und ich habe 23 Videospiele gespielt, davon 17 auf der Switch und 5 auf der X-Box Series S.
Ziemlich reiche Ernte also – erstaunlich, was so ein Pandemie-Jahr quasi ohne jedweden Sozialkontakt möglich macht. (Und bevor jemand ein ganz falsches Bild kriegt, im Mittel 4-5 km zu Fuß an der frischen Luft pro Tag haben auch in dieses Jahr gepasst.)

Ach ja, und wie immer gilt: Es geht um Medien, die ich 2020 konsumiert habe. Die mögen 2020 erschienen sein, oder davor; darum geht es nicht. Es geht nicht um Das beste XY 2020, nur um meine ganz individuellen, persönlichen Highlights. Okay? Okay.

Und nun, meine Favoriten:
Bücher, Belletristik: Bradley, Alan: I Am Half-Sick of Shadows. Band 4 der Flavia-de-Luce-Reihe hat mich mit viel Schnee und winterlicher Stimmung verzaubert und rangiert daher haarscharf vor der hirnverdrehend-tollen alternativen Realität in William Gibsons Agency.
Bücher, Sachbuch: Biss, Eula: On Immunity. Ein faszinierender, eher gesellschaftlich-philosphischer Blick auf das ganze Konzept hinter der Idee des Impfens. Wertvoll, gerade in dieser Zeit.
Bücher, Comic: Bellaire, Jordie: Buffy: High School is Hell. Die Idee, die Serie mit den alten Gesichtern in der aktuellen Gegenwart als Comic zu rebooten, ist faszinierend. Stach in einem generell etwas Comic-Highlight-armen Jahr erfrischend heraus.

Film, Kino: Die Farbe aus dem All. Ziemlich coole Lovecraft-Verfilmung mit Nicolas Cage in der Hauptrolle, die auch beim zweiten Sehen durch ihre Stimmung noch fesselt.
Film, Heimkino: The Vast of Night. In einem Jahr voller guter Heimkino-Momente punktet Amazons UFO-Film vor allem damit, filmisch in vielen Aspekten anders und interessant zu sein. Toll gefilmt, toll gespielt und mutig. Nennungen ehrenhalber für das Real-Remake von Disneys Aladdin (ja, ehrlich), das Amazon-Remake von Suspiria (ja, im Ernst) und Happy Death Day (weil einfach unterhaltsam).
Serie: Mythic Quest: Raven’s Banquet. Es ist eine Workplace Sitcom, klar, aber ganz schlicht: Diese Serie hat mich Dinge fühlen lassen. Gerade die Episode Dark Quite Death und das Quarantäne-Spezial haben mich emotional echt erwischt. Herausragend. (The Mandalorian und Spuk in Bly Manor sollte man sich aber auch nicht entgehen lassen!)
Dokus: Tanz. Tanz als Kunstform, als Ausdruck der eigenen Wirklichkeit, als Mittel zum Widerstand – mit faszinierenden Menschen und toll gefilmt.
Animation, Film: Zoomania. Zugegeben auch hier ein Jahr ohne richtiges Highlight für mich, aber die Detektivgeschichte von einem Hasen und einem Fuchs wider Rassismus war gut. Hat mir gefallen.
Animation, Serie: Ducktales. Insbesondere die erste, aber ebenso die zweite Staffel sind so vollgepackt mit Charme, Nostalgie, neuen Ideen, tollen Sprechern und guten Botschaften. Alles, was ich mir gewünscht habe!

Hörspiel: Sandman. Die Audible-Adaption des ersten Drittels von Neil Gaimans Sandman ist ohne Zweifel ein Opus. Exzellent besetzt, gekonnt inszeniert – für mich ein ‚must hear‘. Adaptiert wurde es von Dirk Maggs (dessen Adaption von ALIEN: Out of the Shadows auch echt was kann).
Podcast: David Tennant does a podcast with… ist ein Format, das mir gerade dieses Jahr sehr gut gefallen hat. Er hat eine wirklich schöne Art, mit den Menschen jenseits ihres Ruhms zu reden.
YouTube: Movies with Mikey. In der Darbietung manchmal sehr … exzentrisch, aber ein Video-Essay-Kanal, der nur über Filme spricht, die er mag und in dem vor allem gezeigt werden soll, was an ihnen toll ist? Hell yeah! (Erwähnt seien außerdem Bernadette Banner und Glen & Friends Cooking für weiteren, positiven Content. Easy Allies sind auch immer noch sehr gut, aber … irgendwas ist mit Kyle Bosman gegangen, das sie noch nicht wiederfinden konnten.)
Musik: Hamilton. Keine andere Antwort ergäbe Sinn. Auch nach Monaten taucht Mirandas Stück immer wieder in meinen Gedanken und teils in meinen Gesprächen mit Freunden auf. Ist es echt so gut? Es. Ist. Echt. So. Gut.

Videospiel: Tell Me Why. Auch hier: Weil es richtige Gefühle transportiert hat. Weil es nachhallt. Wobei Ori and the Blind Forest auch schlichtweg ein Meisterwerk ist.
Rollenspiel: Downcrawl. Ein dünnes Heft von 60 Seiten, schwarzweiß und nahezu ohne Illus, das einen ziemlich verkopften Meta-Ansatz zum Thema Dungeons präsentiert? Jepp. Einfach, weil ich so etwas noch nie in der Hand hatte und viele neue Ideen daraus mitgenommen habe. Vaesen und Brucatos Mage Made Easy sind aber auch sehr cool geraten. (Und von Produkten außer Konkurrenz, an denen ich selbst mitgearbeitet habe, kann ich nur betonen wie unfassbar glücklich mich das deutsche Tales from the Loop macht.)

Vielleicht ist ja die eine oder andere Anregung für euch dabei? Oder es geht euch so wie Ela letztes Jahr hier und ihr beschließt, dass euer Geschmack und meiner nicht Deckungsgleich sind und wir uns dennoch als respektable Wesen wahrnehmen?
Egal wie – ich hoffe ihr hattet auch ein zufriedenstellendes Medienjahr 2020 und wünsche euch ein noch besseres Jahr 2021.

Apropos 2021 – morgen dann ein (diesmal besonders vager) Ausblick auf kommende Tage.

Viele Grüße,
Thomas

2 Kommentare zu “Das waren Medien 2020

  1. Sehr spannend zu lesen; ich habe mir dann für 2021 mal vorgenommen, meinen Medienkonsum auch nachzuhalten…
    … bei mir werden aber noch viele Brettspiele und sehr, sehr viel Musik dazu kommen…

    Gruß
    Olli

    • Medienkonsum nachhalten finde ich extrem spannend. Ich mache das ja auch schon seit diversen Jahren und alleine um ab und zu noch mal zu gucken, was wann war, finde ich es super. Von der „Statistik“ wie hier mal ganz zu schweigen.

      Brettspiele sind ja tatsächlich weniger meine Welt und Rollenspiele tracke ich nicht wirklich, weil mir da die Grenze zur Arbeit zu dünn ist.
      Musik wiederum ist echt spannend. Da könnte ich vielleicht mal anfangen und zumindest Highlights notieren. Mal sehen …

      Wobei ich ja auch bewusst drauf verzichte, von allem die Listen öffentlich zu führen; das mache ich hier nur mit Büchern. Bei allem anderen gibt es dann halt vor allem die Tops zum Jahresende ^^

      Viele Grüße,
      Thomas

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