Seelenworte

Die Wiederentdeckung der Komplexität

Hallo zusammen!

In gewisser Weise fühlen sich meine heutigen Gedanken an wie eine Verlängerung gleich zweier Artikel, die ich in letzter Zeit geschrieben hatte. In Five shades of grey hatte ich um Nuancen in der Diskurskultur, popkulturell wie politisch, geworben, und in Misstraut den Narrativen gemahnt zu hinterfragen, in welchen Kontext Informationen gestellt werden und welche Zusammenhänge das suggeriert … und welche es erzeugt.

Wenn ich nun weiter verfolge, was (und wie) über das Themenfeld COVID-19 berichtet wird – mit einer Dichte, die mit kontinuierlicher Vehemenz auch meine anhaltende Social-Media-Abstinenz umgeht und dennoch zu mir vordringt –, so bilde ich mir ein, daran einen roten Faden zu bemerken, der mich wirklich unglücklich macht.
Die Situation ist nicht einfach. Wir (als Menschen) stehen einer in dieser Form ungekannten Pandemie gegenüber, erleben (u.a. hier in Deutschland) bisher völlig undenkbare Maßnahmen und erfahren all dies, eingehüllt vor allem in einen Mantel aus Ungewissheit.
Der Zustand des Nichtwissens ist ein wichtiger Schritt in der Wissenschaft und ein faszinierender Teil ordentlicher Forschung besteht ja letztlich darin, sich mit offenen Fragen auseinanderzusetzen. Wer an ein Thema nicht nur mit einer Hypothese, sondern mit einer vorgefassten Meinung oder einem fest erwarteten Ergebnis herangeht, der betreibt keine Wissenschaft, der versucht im Grunde nur, seine Position zu verteidigen.
Daraus ergibt sich aber gerade auch, dass wir viele Antworten jetzt noch nicht haben.

Und dann stehen da auf der einen Seite Wissenschaftler und Wissenschaftsvertreter wie Christian Drosten von der Berliner Charité oder Lothar Wieler vom RKI und argumentieren, erklären, versuchen zu begründen.
Und auf der anderen Seite steht die Presse, die mit provokativen, suggestiven und binären Fragen gefühlt das Thema doch immer wieder verfehlt. Das ist dabei nicht gemünzt als Vorwurf an eine kritische Presse; im Gegenteil, eine kritische Presse ist gut und wichtig. (Wenn ihr jetzt zustimmt, behaltet das mal im Hinterkopf, ich komme darauf zurück.)
Aber wenn gefühlt jedes Mal in jeder Pressekonferenz zum jetzigen Zeitpunkt – Leser aus der Zukunft, es ist Ende März 2020, als ich das hier schreibe – ein Reporter fragt, ob denn schon absehbar sei, wann die Maßnahmen gelockert werden, dann … ist das halt einfach eine Frage, die Stand heute niemand beantworten kann.

Es gibt gewissermaßen ethisch zwei Gründe, warum ich derartige Fragen für problematisch halte. Einerseits nähren sie indirekt ein bestimmtes – da haben wir es wieder – fälschliches Narrativ; das Bild von den Wissenschaftlern, die um den heißen Brei reden, das Bild von den Politikern, die sich nicht festlegen wollen. Haltet auch den Gedanken.
Andererseits habe ich aber auch mein Problem damit, weil man oft geradezu heraushören kann, wie im Grunde nicht nach Informationen, sondern nach Schlagzeilen gefragt wird. In der kurzen Fragerunde nach der Pressekonferenz, in der Merkel den einheitlichen Maßnahmenplan der Länder vorstellte, zielten die ersten Fragen zielstrebig nicht auf die Maßnahmen, sondern auf einen möglichen Dissens, ja „Streit“ zwischen ihr und Söder ab. Ja, das kann man thematisieren; aber wenn das die erste Frage ist, die unmittelbar nach Verkündung heraufbrodelt, dann kann man auch dran fühlen, welchen Artikel der Journalist dort in Gedanken vielleicht schon formte.

Aber gut, damit sind wir wieder bei Klick-Ökonomien und den Verwertungssystemen moderner privater Nachrichten, das sei ein Thema für ein anderes Mal.
Kommen wir zu dem ersten Punkt zurück, zum Unwillen, offene Ist-Zustände zu akzeptieren. Wir (als Gesellschaft) haben es, so scheint mir, gehörig verlernt, mit Unsicherheiten und Nuancen umzugehen. Natürlich, das ist auch unangenehm. Wir (als Menschen) mögen Sicherheiten, darauf sind wir nicht zuletzt evolutionär gepolt. Aber die komplexeren Systeme der Welt sind zu groß, zu vielgestaltig, zu vertrackt, um so etwas zu erlauben.
Und sie sind unaufgeräumt.
Wenn wir die Geschichte der Coronavirus-Pandemie in der Zukunft erzählen, dann wird es hoffentlich eine Erzählung des Erfolgs sein. Die Geschichtsbücher werden von dem Institut schreiben, dem es schlussendlich gelungen ist, einen wirksamen Impfstoff oder zumindest ein stark effektives Therapeutikum zu entwickeln und der Betrachtungswinkel wird derer sein, die aus dem Tunnel heraus ins Licht getreten sind. Aber wir sind noch im Tunnel und werden das noch eine Weile sein. Es bringt auch nichts, loszulaufen in der Hoffnung, dass es das besser macht – es erhöht nur die Chance zu straucheln.

Ich hatte in dem Narrativa-Artikel von der narrative fallacy geschrieben, dem Trugschluss, bei dem wir eine gegebene Sachlage durch einen äußerlich zugewiesenen Kontext so verzerren, dass die eigentlichen Fakten verlorengehen. Es gibt da aber noch ein schönes Denkmodell, vor dem wir uns hier in Acht nehmen müssen, der sog. nirvana fallacy.
Der „Nirvana-Fehlschluss“ geht so: Ausgehend von einer regelrecht perfekten Idealvorstellung wird eine vorgeschlagene Maßnahme abgewogen und dann aufgrund ihrer Unzulänglichkeiten, gemessen an der postulierten Utopie, verworfen. Die Maßnahme hätte dabei Dinge besser machen können, aber weil sie die Dinge nicht perfekt gemacht hätte, wird sie lieber zerredet.

Wir werden im Zuge der anhaltenden Krise nicht nur Erfolge feiern können. Immer wieder wird man sich die Frage stellen müssen, ob die aktuellen Maßnahmen richtig sind – auch das ist eine Sache, die Lothar Wieler in den Pressekonferenzen immer wieder betont – und erst in der Rückschau werden wir mit Sicherheit sagen können, was die richtigen Reaktionen waren oder gewesen wären. Schon weil wir gar keine Referenzen für die aktuelle Situation haben.
Wovor wir uns in Acht nehmen müssen, ist, Rückschläge, Fehlschläge und schlicht Unannehmlichkeiten, die auf uns zukommen, als Grund zu sehen, eine bestimmte Maßnahme oder gar die Maßnahmen in ihrer Gesamtheit geradeheraus abzulehnen. Damit das allerdings verständlich ist, greifbar wird, dafür ist eines notwendig, das – auch für uns (als Vertreter des Kulturbetriebs im allerweitesten Sinne1) – eine immense Aufgabe darstellt.

Wir müssen die Komplexität der Welt wiederentdecken, die so bitterlich konträr ist zu der schwarzweißen Nachrichtenmaschinerie und Internet-Kultur.
Und wir müssen lernen, mit dem Ungewissen zu leben und ein Maß der Unkontrollierbarkeit zu akzeptieren.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Das ist übrigens ein anderer Aspekt, über den ich ein anderes Mal mal mehr schreiben sollte. Wir sind alle Sender in dieser modernen Welt, richtig? Anders als im Grunde die Mehrheit aller Generationen vor uns, die medial reine Empfänger waren, sind wir durch YouTube, Podcasts, aber auch einfach durch Social Media, Blogs und traditionelle Webseiten alle zu einem Teil der Vierten Gewalt geworden, korrekt?
    Gut, weil damit gehen nicht nur Privilegien einher, sondern auch Verantwortung. Jeder, der sich in irgendeiner Form schaffend in die Öffentlichkeit begibt, ist auch automatisch jemand, der anderen Halt, Eskapismus oder Leitung bieten kann. Wann, wenn nicht jetzt, wäre ein guter Zeitpunkt, sich einer solchen Verantwortung bewusst zu werden? 

Ungeordnete Gedanken (und Medien) zu einem veränderten Alltag

Hallo zusammen!

Ich sitze zwar auch an einem etwas längeren Gedankengang zum Thema Corona, dachte mir aber, ich gebe einfach noch mal ein Lebenszeichen von mir und lasse in einem ein paar ungeordnete Eindrücke und ein paar Medientipps da.

Vorgestern hatte eine gute Freundin von mir Geburtstag. Eigentlich hätten wir das heute im größeren Kreis feiern wollen, aber … nun, nein. Was wir stattdessen getan haben – zum zweiten Mal jetzt schon – war, uns mit diversen Freunden online zu treffen und quasi fernmündlich miteinander anzustoßen. Das ist irritierend wohltuend, auch einfach, weil man mitbekommt, dass der Rest vom Freundeskreis halt auch weiterhin da ist, aber … Himmel, das ist auch weird. Beim ersten dieser digitalen Zusammentreffen fragte besagte Freundin auch halb im Scherz, ob dies also jetzt wohl unsere Zukunft sei.
Glaube ich nicht. Aber unsere Gegenwart ist es. Diese Mischung aus (bisher, da bin ich dankbar) für mich eigentlich nicht groß veränderter Arbeitssituation, sozialer Isolation und kurzen, faszinierten Momenten, in denen ich mir einfach nur denke, dass wir gerade zum ersten Mal seit langem sehr unmittelbar Weltgeschichte erfahren … das ist schon seltsam.

Ich kann jedoch weiterhin auch nur auf Optimismus pochen. Natürlich hätte ich heute gerne mit meinem ohnehin ungewöhnlich großen Freundeskreis diese Geburtstagsfeier erlebt, andererseits ist es auch unverhoffte Zeit, die ich beispielsweise in kleine und große Handwerksprojekte hier im Haus stecken kann. Das macht die Weltsituation natürlich nicht mal im Ansatz gut, aber das ist ja kein Grund, unsererseits nicht wenigstens das Beste daraus zu machen.

Apropos – wenn ihr halt doch zu jenen gehört, die mir hier auch folgen wegen dem, was ich beruflich so mache – Ulisses hat mittlerweile nicht ein, nicht zwei, sondern drei Video-Updates gepostet, wo mein Chef Markus unsere Lage umreißt – aber eben auch, da schließt sich der Kreis, wie wir das Beste versuchen, aus der Situation zu machen.

Aber damit sind wir auch schon bei den Medientipps. Ich spare mir jetzt mal viele Worte zu den Offensichtlichen – ja, RKI-Webseite und Pressekonferenzen, ja Drosten-Podcast.

Wenn ihr aber über die Faktenlage hinaus noch auf der Suche seid nach einer Sichtweise, um die aktuelle Gefühlslage (be-)greifbar zu machen, dann möchte ich an der Stelle mal wieder Hank Green verlinken, dessen Video The Sudden Obliteration of Expectation definitiv zumindest schon mal eine der Sachen gut in Worte fasst, bei denen ich noch nach den richtigen Worten suchte:

Sooo … und dann noch ein ebenso wichtiger Faktor, die Ablenkung. Ich denke auch da haben ja eigentlich schon genug Stellen genug Vorschläge gemacht, aber drei wollte ich hier noch loswerden, weil ich sie a) selber gerade gerne verfolge und b) glaube, dass die für viele Leser gerade hier noch neu sind.
Woodworking for Mere Mortals ist exakt, wonach es klingt. Jetzt mag man sich denken, okay, Schreinern, nee danke – aber ich verfolge den Kanal schon seit vielen, vielen Jahren, nicht zuletzt weil er ein unglaubliches Maß an positiver Grundeinstellung und eine erfreuliche Freiheit von Zynismus bietet. Steve Ramsey, der Betreiber des Kanals, hat jetzt – anlässlich der Quasi-Quarantäne bei sich daheim – von wöchentlichen auf tägliche Videos gewechselt und, ach, keine Ahnung, ich finde die sehr wohltuend. Ihr also ja vielleicht auch.

Corridor Digital hingegen hab ich hier ja immer mal wieder erwähnt, ein Kanal rund ums Filmemachen. Ihr Nebenkanal Corridor Crew berichtet eigentlich von hinter den Kulissen ihrer Projekte; und derzeit halt als Quarantine Crew auch aus der Quarantäne. Ich mag daran einfach das Maß an unterschiedlichen Persönlichkeiten und auch das große Spektrum der Segment-Typen je Video.
Sicher, das ist vermutlich noch mal besser für Leute wie mich, die all die Nasen halt auch außerhalb der Quarantäne kennen, aber vielleicht ist es ja doch für denen einen oder anderen was (und sei es nur wegen des gut klingenden Koch-Rezepts):

Apropos Rezepte: Townsends ist ein YouTube-Kanal, der sich mit dem Leben (und dem Essen) des 18. Jahrhunderts befasst. Wie auch Steve Ramsey, so ist auch hier Host Jon Townsend ein erfrischend optimistischer, positiver, nicht-zynischer Zeitgenosse und seine Koch-Videos sind nicht nur spannende Inspiration, sondern einfach auch angenehm unaufgeregt in einer sehr aufgeregten Zeit.
Er hat auch durchaus schon mehrere Videos zur aktuellen Lage gepostet, das hier etwa:

Aber im Grunde sei hier der ganze Kanal empfohlen – einfach um den Kopf noch ein wenig freizubekommen.

Soweit von mir heute.
Habt ein schönes Wochenende, trotz der Begleitumstände, und bleibt gesund!
(Ist es nicht faszinierend, wie schnell sich Varianten von „bleib gesund“ zu einer alltäglich nutzbaren Grußformel entwickelt haben?)

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Corona, Saltatio, kostenlose PDFs und viele Bücher-Dinge

Hallo zusammen!

Fangen wir mit dem unvermeidlich schweren Themenfeld Corona an. Bei unserem Tanzverein Saltatio – Historisches Tanzen Aachen e.V. haben wir da noch mal eine neue Erklärung veröffentlicht, was die derzeitige Situation angeht. Die sei hier vor allem für maximale Reichweite verlinkt.

Dann aber auch direkt, um der Sache etwas Positives abzugewinnen – mein Arbeitgeber Ulisses stellt derzeit eine Reihe Produkte in ihrer digitalen Form als pay what you want zur Verfügung, um allen ein wenig Kurzweil in die soziale Distanzierung zu bringen.
Konkret ist das die prall gefüllte DSA 5 Einsteigerbox: Das Geheimnis des Drachenritters, das auf das Spiel mit Kindern ausgelegte Äventyr – Helden & Abenteuer Starterset sowie die Spielreihe Abenteuer in Kaphornia – letztere sind ein ganzer Haufen Zeugs, daher hier mal nur der Sammel-Link zur Suchanfrage.
Das ist doch auch mal was Schönes.
Diverse andere Verlage fahren derzeit übrigens ähnliche Aktionen – da lohnt es sich sicher, das Internet ein wenig zu schütteln.

DORP-seitig sei natürlich ebenso auf die Grundregelwerke von Die 1W6 Freunde und Mystics of Mana verwiesen, die gibt es zwar immer kostenlos, macht sie aber ja nicht schlechter.
Beide Titel sollen auch weiterhin gedruckt erscheinen, das musste nur zuletzt jetzt erst einmal zwischen Dracon-Absage, Tanzverein in der Krise etc. zurückstehen. Rechnet aber wenn alles glattgeht zumindest wegen der 1W6 Freunde im April mit konkreteren Infos.

Wo wir dabei sind – ich weise einfach mal noch mal darauf hin, dass Tänze von Einst, mein Buch mit über 60 Beschreibungen von historischen und historisch anmutenden Tänzen, weiterhin lieferbar ist. Wer also noch will, ich freue mich über weitere Verbreitung!

Was hingegen im Laufe der kommenden Wochen aus dem Handel verschwinden wird sind die letzten beiden derzeit noch lieferbaren Condra-Hardcover. Nicht unsere Kurzgeschichten-Anthologie Die blaue Gans, die bleibt im Handel, aber der Ingame-Band Die Tröte – Jahrgang 7-9 und der Bildband Bilder aus Condra 2: Fotos von der anderen Seite.
Beide stehen noch zum Verkauf, aber der Markt scheint gesättigt. Insofern werden die beiden Titel in nächster Zeit auslaufen.

Nicht auslaufen, aber ein (winziges) Upgrade erfahren wird hingegen Lovecraft und Duve, meine als Buch adaptierte Abschlussarbeit über motivliche Parallelen bei H.P. Lovecraft und Karen Duve. Ehrlich gesagt in erster Linie, weil es Zeit ist, den Auftrag mal in einen neueren BoD-Vertrag zu besseren Konditionen zu überführen; aber zumindest den nervigen Fehler des falschen Inhaltsverzeichnisses der ersten Auflage kann ich dann ja auch gut mitkorrigieren.

Und in dem Maße, wie ich derzeit halt einfach mehr Zeit habe, ist natürlich auch mehr Zeit gegeben, an eigenen Büchern zu arbeiten. Ein Teil geht auch in die anhaltenden Arbeiten an Haus und Grundstück, aber dennoch bewegt sich gerade allerhand.
Sporenläufer macht gute Fortschritte und sollte, wenn alles klappt, ab kommender Woche in die wirkliche, aktive Schreibphase (nach der bei mir ja meist sehr umfangreichen Konzeptionsphase) eintreten.
Der Nachfolger zu Einfach Filme machen kommt weiter voran, jede Woche um ein paar Seiten mehr.
Weltenscherben zuletzt, meine Kurzgeschichtensammlung, ist endlich mal sauber durchgeplant und – soweit schon vorhanden – auch zusammengetragen. Hier sind noch einige Sachen komplett zu schreiben, aber auch da sollte durch die freien Abende und Wochenenden bis Mitte/Ende April endlich mal zumindest ein Fortschritt machbar sein.

Interessant ist aber natürlich, was gerade in der Welt passiert, für meine kontemporären Projekte, etwa die ja noch immer mal für irgendwann geplante Fortsetzung zu Schleier aus Schnee.
Ich glaube da werde ich wirklich mal abwarten müssen, in was für einer Welt wir im Herbst leben, bevor ich da auch nur weiter drüber nachdenke. Der Schleier ist ja doch recht stark in kontemporärer Lebenswirklichkeit verankert … und die scheint heute, im März 2020, erstaunlich weit entfernt.

Aber schauen wir mal, was uns die kommenden Wochen bringen.

Viele Grüße,
Thomas

Liebe in den Zeiten der Corona

Hallo zusammen!

Ich hab ja in meinem Leben schon eine Menge getan. Filme gedreht. Bücher veröffentlicht. Video-Bühneninstallationen gefertigt, einen Tanzball mit 800 Tänzern mit ausgerichtet. Nicht ganz „mit den Delfinen geschwommen und in einen Vulkan gestiegen“, aber soweit kein schlechter Lauf.

Was ich in der letzten Woche nun auch getan habe, war, in mehreren gemeinnützigen Organisationen Veranstaltungen und dergleichen aufgrund einer um sich greifenden Pandemie zuerst abzuwägen und dann abzusagen. Das hätte ich jetzt nicht für die Bucket List gebraucht.

Aber gut, harte Fakten: Unser Training beim Saltatio – Historisches Tanzen Aachen e.V. ist vorerst bis Ende der Osterferien auf Eis. Unsere geplanten Tanzbälle im Juli und November sind auf dem Prüfstand. Die offizielle Mitteilung dazu gibt es hier.
Gestern nun haben wir die Dracon 14, die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel, ebenfalls auf unbestimmte Zeit verschoben. Die offizielle Mitteilung wiederum dazu lest ihr hier.

Das ist alles seltsam, und wie ich die letzten Tage schon mehrfach sagte – auf sowas bereitet dich keiner vor, wenn du ein Ehrenamt übernimmst. Okay, genau genommen bereitet dich keiner auf irgendwas vor, wenn du ein Ehrenamt übernimmst, aber dass ich mal abends nach der Arbeit da säße und Pandemiepläne lesen würde, dass ich mal Pressemitteilungen zum Umgang mit einer Virusepidemie schreiben müsste, das habe ich nicht kommen sehen.

Tatsächlich denke ich jetzt schon seit einigen Tagen – und das blitzte dieser Tage in meinem Artikel über Narrative in dem Wort „Disruption“ bereits durch – wie wir später in der Rückschau sehen werden, dass gerade eine Zeitenwende, einen kulturellen Paradigmenwechsel miterleben.
Niemand braucht meinen Corona-Hot-Take. Ich weiß. Es geht mir erneut auch weniger um den Virus; wie zuvor gesagt ist diese Seite nicht der richtige Ort, um seine Corona-Informationen einzuholen.1
Doch so wie es zu meinen Lebzeiten ein klares kulturelles Davor und ein Danach gab als 9/11 passierte, und in kleineren Wogen ebenso nach Brexit und Trumpwahl, so bin ich mir sicher, dass wir mindestens gesellschaftlich und in der Kulturindustrie ein Vor und Nach COVID-19 haben werden. Freilich sind Spekulationen darüber genauso müßig wie haltlos, aber zumindest als irgendwie hauptberuflich Kulturschaffender geht einem das natürlich schon durch den Kopf.
Vor allem aber wünsche ich gerade Künstlern die, anders als ich, für ihre Kunst auf ein Live-Publikum angewiesen sind, ehrlich alles Gute für die kommenden, sicherlich schwierigen Wochen.

Damit mein Blogtitel aber nicht nur akademisches Anbiedern an Márquez ist (und ein Sprachspiel, das vermutlich schon ein Dutzend Leute vor mir gebracht haben), ein letzter, mir sehr wichtiger Appell – seid gut zu den Menschen um euch herum. Jeder hat in unruhigen Zeiten jemanden, dem er ein wenig Halt bieten kann.
Seid da für jene Menschen.
Seid gut zueinander.

Viele Grüße,
Thomas


  1. Aber schön: Hört in der Sache bitte auf die offiziellen öffentlichen Quellen, lest Bekanntmachungen beim RKI und eurem Gesundheitsamt, bevor ihr euch der Klick-Ökonomie unserer Nachrichten unterwerft. Deaktiviert ‚News Alerts‘ auf eurem Handy. Geratet nicht in Panik, aber nehmt es ernst und handelt verantwortungsbewusst. Vertraut Fachleuten und Wissenschaftlern, aber seid auf der Hut bei „Experten“, bei denen unklar ist, woher sie ihre Expertise ziehen. Und ja, das gilt überall, im Zweifel halt auch hier. 

Allerlei: Kein KRK für mich, ein eBook und ein Videotipp

Hallo zusammen!

Es ist verhext. Es ist wirklich verhext. Zwar ist der Anlass weit weniger dramatisch als vor zwei Jahren, als ich das letzte Mal auf das Kaiser-Raul-Konvent sollte und wollte, aber ich muss meine Teilnahme auch dieses Jahr wohl leider absagen.
Ich bin krank. Ist es Corona?!, mag man fragen, aber nee, ist es nicht. Potenziell ansteckend aber vielleicht schon, also sind wir alle verantwortungsvoll (und ich zumindest zugleich traurig) und ich bleibe daheim. Gnarf.
Da waren zwei wirklich schöne Programmpunkte unter meiner Teilnahme geplant … zum Mäusemelken.

Also lieber gute News?
Also lieber gute News!
Die digitale Fassung von Tänze von einst ist mittlerweile verfügbar. Das eBook ist noch zu einem vergünstigten Einführungspreis von €1,99 zu haben, wer also allermöglichst günstig drankommen möchte – hier entlang.
Die gedruckte Auflage ist aber natürlich weiterhin für €9 zu haben und für beide gilt, auch wenn das hier Amazon-Links sind, zu haben sein sollte es überall dort, wo man Bücher bestellen kann.

So, und dann noch was, falls euch mal langweilig wird … Dominic Noble ist ein YouTuber, dessen Schwerpunkt auf der Betrachtung von Adaptionen liegt. Sprich, er vergleicht Verfilmungen mit ihren literarischen Vorlagen.
Das macht er auch sehr gut; aber das Video, auf das ich heute verweisen wollte, ist ein wenig was anderes und es hat viel damit zu tun, wie (im Grunde sogar wohlmeinendes) Spotten über kreative Werke niemals vergessen darf, dass dahinter immer vollauf menschliche Macher stehen.

Ich habe ja früher auch viele Rezensionen geschrieben – und durch die Medienschau im DORPCast lebt das ja zumindest in gewisser Form fort –, aber wer neugierig ist, warum ich mich immer stärker von „Verrissen“ und „knallharten“ Rezis distanziere und mir die „unnachgiebige“ Selbstinszenierung mancher Kritiker richtig zuwider geworden ist … das Video bringt das sehr gut auf den Punkt.

Soweit von mir heute. Wie immer gilt: Viel tut sich an vielen Baustellen – mal sehen, wo der nächste Durchbruch erfolgt.

Viele Grüße,
Thomas

Allerlei: Tänze, mehr Sachbücher, Belletristik und mehr DORP

Hallo zusammen!

Fangen wir nonchalant mit den besten Neuigkeiten an: Tänze von einst ist so richtig, richtig lieferbar. Die ersten Exemplare sind bei mir angekommen und erfüllen alle Hoffnungen. Der matte Einband wirkt, wie ich mir das erhofft hatte, der Innendruck (obgleich komprimierter im Vergleich zum Vorgänger Das Tanzbuch) ist scharf und gut lesbar und zu großer Unfug inhaltlicher Natur ist mir bisher auch nicht ins Auge gefallen.
Das 9 Euro teure Büchlein gibt es wie immer überall dort, wo es Bücher zu kaufen gibt. Eine Übersicht über alle enthaltenen Tänze gibt es hier im Blog ebenfalls zu finden. Viel Arbeit steckt in diesem Buch und es ist schön, dass es nun endlich vollendet ist. Viel Spaß beim Tanzen!

Um euch dann auch einfach mal ein Update zu meinen aktuellen Non-Rollenspiel-Sachen zu geben, bevor wir abschließend auch da noch ein paar Neuigkeiten haben: Sporenläufer, mein nächster Roman, nähert sich langsam, aber beständig dem Punkt, an dem es ein vollständiges Treatment gibt. Es gibt noch einen Handlungsblock, dessen Ablauf nicht ganz rund ist, aber ich denke ich werde jetzt im März tatsächlich anfangen, konkret daran zu schreiben.
Die Arbeitsstruktur bei dem noch nicht endgültig benannten Nachfolger zu Einfach Filme machen sowie meiner Anthologie Weltenscherben ist etwas anders; dort sind es eher To-Do-Punkte, die ich mich entlangarbeite. Beides ist weiterhin in der Mache, beides beginnt Form anzunehmen, beides könnte 2020 erscheinen und bei beidem möchte ich nichts versprechen. Aber ja, diese Projekte leben noch und kommen langsam, aber gut voran.

Auch nicht unerwähnt bleiben soll eine Rezension zu Schleier aus Schnee, die Ela jüngst gepostet hat. Rezis zu meinen Sachen sind ja noch immer selten, insofern freue ich mich immer – und doppelt, wenn es dann positiv ausfällt, wie hier bei Ela, deren Fazit lautet:

Alles in allem ein kurzweiliges Buch für lange Winterabende, das 4 Sterne von mir bekommt!

Schleier aus Schnee kann man selbstredend ebenfalls überall dort kaufen, wo es Bücher gibt.

Und dann abschließend noch zwei DORP-Dinge. Mich hatte mehrfach das Feedback erreicht, dass sich Leute Hannah Möllmanns Karte von Megaterra, der Welt von Mystics of Mana, auch als Download wünschen – und euer Wunsch sei mein Befehl. Da ich aber keine halben Sachen mag, gibt’s eine kleine Zufallsbegegnungs- und -plotaufhänger-Tabelle einfach noch oben drauf.
Zudem sollte die dritte Edition der 1W6 Freunde planmäßig jetzt diese Woche den Weg zum Druck antreten, das heißt dieses milde überarbeitete und mit Jacob Müllers spektakulärem, neuen Cover versehene Buch sollte dann auch bis Ende März seinen Weg in den Handel finden.

Derzeit kann ich denke ich echt nicht klagen, was meinen eigenen Output anbelangt.

Viele Grüße,
Thomas

Noch mehr Loop

Hallo zusammen!

Ich verspreche euch, dass das hier jetzt nicht zunehmend das Tales from the Loop-Blog wird, aber zwei Hinweise wollte ich zum Monatsende noch raushauen.

Zum einen ist bei Fischer TOR diese Woche frisch die deutsche Ausgabe von Simon Stålenhags Artbook-/Roman-Hybdriden erschienen, ebenfalls Tales from the Loop geheißen, auf dem das alles fußt. Es ist eine sehr schöne Ausgabe geworden, sehr wertig gearbeitet, mit tollen Bildern und phantasieanregenden Geschichten.

Und zum anderen haben Amazon mal eben den ersten Trailer für die Serienadaption von Tales from the Loop rausgehauen. Ich weiß nicht, was ich genau erwartet hatte, aber dass sie so nah am Look & Feel der Bilder sein würden, habe ich nicht kommen sehen.

Das macht mich alles definitiv sehr happy.

Der nächste Beitrag hier, versprochen, wird sich dann aber mal wieder um meine eigenen, privaten Buchprojekte drehen. Die werden in ihren stillen Kämmerlein zwar gerade etwas übertönt, aber da tut sich auch allerhand.

Viele Grüße,
Thomas

Die Dracon hat ein Poster!

Hallo zusammen!

Ohne große Worte – die Dracon 14 hat ein Poster:

Das Poster ist wie immer von mir, mit großem Dank an meinen Mitorganisator Lars für tatkräftige Unterstützung beim Shooting und unsere Freundin Ruth für die Bereitstellung des Models.

Zur Erinnerung: Die Dracon, die kleine und sympathische Pen&Paper-Convention in der Eifel findet dieses Jahr – wie auf dem Poster zu sehen – vom 17. bis 19. April statt.
Sie ist wie schon die Jahre zuvor ein Gemeinschaftswerk des LARP-Vereins Condra e.V. und der DORP, und wenn ihr da insgesamt gerne mehr wissen wollt, so kann die offizielle Webseite hoffentlich all eure Fragen beantworten.

Viele Grüße und einen tollen Start in die Woche,
Thomas

Schwarzwald-Impressionen, Januar 2020

Hallo zusammen!

Ich „schulde“ euch noch die Fotos von meiner Schwarzwald-Reise im Januar des Jahres – eine Schuld, die ich heute einlösen möchte!

Schnee war diesmal nahezu keiner zu finden, wunderschön war es aber dennoch – weshalb ich meine meine liebsten Fotos von der Reise auch wieder in einer Galerie zusammengefasst habe.

Ich wünsche euch viel Spaß damit!

Viele Grüße,
Thomas

Tänze von einst ist lieferbar!

Hallo zusammen!

Wie angekündigt ist es nun soweit: Tänze von einst ist endlich lieferbar. Ihr könnt das Buch überall erstehen, wo es Bücher zu kaufen gibt, beispielsweise hier bei dem großen Kraken Amazon, aber auch sonst überall.
Eigentlich sollten alle Buchhändler mit dem Titel und meinem Namen schon fündig werden, ansonsten führt euch die ISBN 978-3-7504-1912-4 aber garantiert ans Ziel.

Die Lieferzeit ist derzeit noch überall etwas länger als gewöhnlich, da das Buch ja wie alle meine privaten Veröffentlichungen on demand, also erst bei Bestellung in Einzelexemplaren gedruckt wird. Erfahrungsgemäß legen viele Großhändler aber ein, zwei Exemplare dauerhaft ins Lager, wenn die ersten Verkäufe stattgefunden haben.

Das Buch kostet 9 Euro für 116 Seiten schwarzweiße Seiten im Softcover – und wird auch noch eine digitale Fassung erhalten, die ist aber beim Verlag noch in der Mache.

Viele Grüße und viel Spaß beim Tanzen,
Thomas

Allerlei: Mana, Loop, Morde und ein Sack

Hallo zusammen!

Allerhand Sachen, alles erwähnenswert, also direkt ran ans Werk:
Mystics of Mana ist klammheimlich auf eine leicht aktualisierte Fassung (0.91) hochgewandert. Es ist immer noch eine Vorab-Version, aber die neue PDF auf der DORP beinhaltet neben ersten kleinen Sprach-Verbesserungen vor allem zwei neue Indezes, Monster nach Härtegrad und Zauber nach Alphabet.
Der Plan derzeit ist, so ca. zum April noch einmal im großen Stil Feedback einzuarbeiten und wenn dann keiner mehr schreit, so grob zum Mai hin mit dem Buch in den Druck zu gehen.

Dann noch einmal Tales from the Loop. Gestern ist bei Ulisses die fünfte Folge des Ulisses-Podcast erschienen, in der Verlagschef Markus, Übersetzer Kai und ich davon schwärmen, warum wir froh sind, dieses Spiel nach Deutschland zu bringen. Vielleicht ja auch für euch interessant?
Ansonsten wollte ich noch loswerden, dass mir nicht entgangen ist, dass an mehreren Stellen im Internet explizit herausgestellt wurde, dass sich Leute freuen, dass das Spiel in meiner „Obhut“ liegt. Das ist ein immenses Lob und ich weiß das sehr zu schätzen. Danke für euer Vertrauen!

Der Form halber: Bei Tänze von einst habe ich leider noch keine Bestelllinks, kann aber zumindest sagen, dass das Buch weiterhin halt in Produktion ist.

So, das waren die fokussierten Sachen für heute. Ich hab aber noch drei Sachen zu Werken anderer Leute. Zum einen wollte ich kurz etwas für Etwas zu verbergen trommeln, der deutschen Ausgabe des Erzählspiels Something to Hide, mit der ich nun persönlich schaffend wirklich gar nichts zu tun habe. Wer aber was damit zu tun hat, sind Hannah Möllmann und Jörg Hagenberg, und weil das zwei ganz tolle Menschen sind und ich zudem finde, dass das Spiel spannend klingt, wollte ich auf die noch laufende Vorbestell-Aktion zum Spiel hinweisen.

Massiv willkürlich an dieser Stelle möchte ich dann noch kurz auf Piorr – Design und Entwicklung zeigen. Anika, die dahintersteckt, ist auch eine wirklich langjährige Bekannte von mir – tatsächlich sind wir zusammen zur Schule gegangen, nur um uns dann erst aus den Augen zu verlieren und dann vor allerhand Jahren durch gemeinsame Freunde wiederzutreffen – und ich trommle ja gerne für Projekte von Freunden, die ich gut finde.
In diesem konkreten Fall geht es um nachhaltige, dennoch schicke Gegenstände für den Alltag. Wie ich schon sagte, nicht gerade Kernthema hier, aber wenn euch so etwas interessiert (oder ihr sogar akut einen Brotbeutel sucht), dann schaut doch mal rein.

So, und als Rauswerfer noch was gleichsam willkürliches, aber wenigstens literarisches. Ich komme derzeit endlich dazu, William Gibons neuen Roman Agency zu lesen. Ich hab Gibsons Schreibstil über die Jahre hier ja schon sehr, sehr oft gelobt, aber … ja. Der erste Satz von Agency lautet:

Very recent hiredness was it’s own liminal state, Verity reminded herself, on the crowded Montgomery BART platform, waiting for a train to Sixteenth and Mission.

Den musste ich einfach teilen. Ich weiß nicht, was es ist, aber wenn Gibson seine oft gar nicht direkt zugänglichen, im Sprachniveau unerwartet hohen Sätze mit großer Dichte konstruiert … dann hat er mich einfach am Haken.

Und das war es jetzt wirklich für heute.

Viele Grüße,
Thomas

Tänze von einst (jetzt echt!)

Hallo zusammen!

So, es war eine schwere Geburt. Eine sehr schwere sogar, aber Tänze von einst ist nun endlich in Produktion. Gebt dem mal noch 7-14 Tage BoD-Verarbeitung, und dann sollte das Buch überall dort bestellbar sein, wo man Bücher kaufen kann.

Das 116 Seiten starke Buch wechselt für neun Euro den Besitzer und bietet dann dafür die Beschreibungen von über 60 Tänzen feil. Es verzichtet bewusst auf ausschweifende Hintergründe zur Historizität der einzelnen Beiträge – ihr mögt euch erinnern, das ist quasi ein anderes Buch, das für ca. 2021 geplant ist –, sondern versucht vor allem, auf komprimiertem Raum dennoch verständliche Tanzbeschreibungen zu bieten.

Die Verzögerungen hatten übrigens am Ende den Vorteil, dass ich das enthaltene Repertoire tatsächlich noch mal um einige Einträge erweitern konnte. Für jene, die eine vage Idee haben, wovon ich rede – die Liste lautet:
Allemande | Black Nag | Blaue Flagge, Die | Bobbing Joe | Branle Cassandra (zwei Varianten) | Branle d‘Ecosse | Branle de la Montarde | Branle des Chevaux | Branle des Lavandières | Branle des Maltes | Branle des Pois | Branle des Rats | Branle des Sabots | Candles in the Dark | Circassian Circle | Childgrove | Chapelloise | Cochinchine, La | Drive the cold winter away | Duke of Kent‘s Waltz | Emperor of the Moon | Folia (als Kreis- und Paartanz) | Four Pence Half-Penny Farthing | Gallopede (zwei Varianten) | Gathering Peascots | Grimstock | Gypsy Girl‘s Headscarf | Heart‘s Ease | Heptathlon Jig | Hey Boys Up Go We | Hole in the Wall | Hunt the Squirrel | I Care Not For These Ladies | Indian Queen | Jamaica | Jenny Pluck Pears | Korobuschka | La Belle Hollandoise | Mad Robin | Morisque | Mulberry Garden | Newcastle Circle | Old Bachelor | Pavane Belle qui tiens ma vie | Pavane de Cercle | Pavane d‘honeur | Pavane la Battaglia | Queen‘s Jig | Red House | Sailor‘s Reprieve | Schiarazula (Marazula) | Seepferd und Biber | Siege of Buda | Siege of Limerick | Siege of St. Malo | Tourdion | Traubentritt | Ungaresca | Upon a Summer‘s Day | Walenki | Woaf

Möglich wurde dies natürlich in erster Linie durch die Unterstützung einiger besonders engagierter Tänzerinnen und Tänzer beim Saltatio – Historisches Tanzen Aachen e.V., die mit mir zusammen alles noch mal abgeklopft haben, damit das Buch so fehlerfrei wie möglich ist.
Fehlerfrei, das ist gar kein Anspruch, den ich zwingend erreichen will – schon alleine, weil durch abweichende lokale Fassungen in anderen Tanzgruppen eine Grauzone zwischen Fehler und Abweichung klafft, die nicht zu überbrücken ist –, aber ich denke wir haben eine insgesamt schon sehr gefestigte Arbeit abgeliefert.

Das Format des Buches ist 12×19cm (wie meine Romane), also etwas, was in manchen Westen-, Jacken- und Hosentaschen Platz finden wird. „Für die schlanke Damenhand und für den Herrn auf Reisen“, wenn ich mir diese wundervolle Formulierung vom Backcover der Glasbücher der Traumfresser mal ausborgen darf.
Der Einband ist matt und schlicht gestaltet, in der Hoffnung, dass das Buch auch auf Bällen oder Märkten seinen Platz finden kann, ohne gar zu modern aus dem Ambiente herauszustechen. Eine Version ohne Barcode ist leider produktionsbedingt nicht möglich, aber ich bin sicher, da finden sich gewiefte Lösungen.

Also denn. Es ist bezwungen. Nächster Halt an dieser Front wird dann die ringgebundene, große „Trainerversion“ mit zusätzlichen Erläuterungen zu Hintergründen und dem Drumherum, aber das, wie gesagt, ist dann ein Projekt für Sommer/Herbst 2021. Oder später. Lieber ordentlich als auf Teufel komm raus einen doch willkürlichen Termin halten.
An der Sachbuch-Front ist dazwischen nun erst mal noch die Neuerfindung von Einfach Filme machen dran … das wartet schon viel zu lange darauf, endlich mit Fokus bearbeitet werden zu können.

Sowie Tänze von einst weitläufig verfügbar sein wird, rufe ich natürlich noch einmal. Oh, und ach ja, es gibt auch ein eBook (generiert via Book on Demand), das wird zu Beginn wie immer bei mir vergünstigt zu haben sein.
Aber auch dazu dieser Tage dann mehr, wenn es auch zu haben ist.

Viele Grüße,
Thomas

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