Postings, Bücher, Konventionen (ungeordnete Gedanken)

Hallo zusammen!

Ich komme derzeit wesentlich weniger hier zum posten, als ich mir das wünschen würde. Sorry direkt noch mal dafür! Aber derzeit ist überall Arbeit, wohin ich auch schaue, und insofern wird das auch heute eher ein etwas ungelenkter Rundumschlag-Beitrag.

Irgendwie war vergangenes Wochenende scheinbar das Wochenende der unkonventionellen Conventions. Zunächst mal war da ja die Manticon, auf der ich nicht war, die aber offenbar ziemlich cool gelaufen ist. Bei uns auf der DORP sollte irgendwie auch heute ein Video ins Netz gehen oder gar schon gegangen sein, das ein paar Eindrücke vermittelt. Betrifft mich zwar nicht direkt, aber ich habe bei Mantikore derzeit in so vielen Töpfen die Finger drin, dass es irgendwie schon erwähnenswert scheint.
Was ich aber auch spannend finde, ist, dass vergangenes Wochenende gleich zwei private Conventions stattfanden, also eigentlich mehr Einladungstreffen in engen Kreisen. Und während sich an einem Ort in Deutschland auf der „Kaycon“ unter anderem Dirk van den Boom, dessen Kaiserkrieger ich lektoriere, und Martin Kay, dessen Kalte Spuren ich lektoriert habe, sowie Guido Latz, in dessen Verlag Atlantis das alles erscheint, getroffen haben, saß ich zumindest Samstags meinerseits auf der „Scorpcon 2“ und habe ein paar wirklich schöne Stunden mit vielen, teils echt langjährigen Freunden verbracht.
Aber es ist schon bemerkenswert, und vielleicht ein wenig obskur, dass gleich zwei derartige Ereignisse unabhängig voneinander auf den gleichen Termin fallen.

Kubb-Team und Suchbild für Fortgeschrittene: links bin ich, neben mir Scorp, den mancher auch als Xoro kennt, und für ganz genau Guckende sieht man rechts von uns im Schatten auch noch Olli, der übrigens in „Xoro“ den Queerold gespielt hat

Drei Erkenntnisse habe ich von da mitgenommen – zum einen ist es wohl ein cooles Lebensabschnitt-Zeichen, dass Leute, mit denen ich teilweise zur Schule gegangen bin, mit ihren Kindern da waren, zum nächsten bin ich ein weitaus besserer Kubb-Spieler, als ich das erwartet hätte und zum letzten weiß ich nun dank des Mitbringsels meines Hilde-Co-Regisseurs Ralf, dass „Frankensteins Todesrennen“ echt ein unterhaltsames Stück Film ist.
Aber ich schweife ab.

Noch so ein Gedanke, der mir gerade über das Wochenende kam: Ich habe eigentlich immer eine gewisse Faszination verspürt, die von der Erkenntnis ausgeht, dass so viele Kreativschaffende natürlich auch untereinander vernetzt sind. Und dass so dann auch Neil Gaiman eine Episode „Babylon 5“ schreibt, oder etwas in der Art. Wobei das auch kein aktuelles Phänomen ist – ich weiß leider nicht mehr, welcher der deutschen Klassiker es war, aber ich erinnere mich an den Brief eines Weimarer Autoren, den ich im Studium las und der sinngemäß begann mit: „Als ich neulich mit Goethe bei Schiller gewesen …“
Und wenn ich so das Wochenende Revue passieren lasse, oder allgemein die letzten Wochen und Monate, dann wird mir immer deutlicher, dass das kein Fall von „Bei denen ist das so …“ ist, sondern zudem einer von „Bei uns auch …“
Ob das jetzt die Hochzeit und die Geburtstagsfeier vor zwei Wochen betrifft, die Scorpcon letztes Wochenende, oder etwa das Ballett-Atelier in Stolberg, mit denen ich ja auch schon oft jeweils gemeinsam wundervolle Projekte realisieren konnte und bei denen ich am Sonntag wieder war. Oder gestern, da war ich auf’n Kaffee bei Ben Sonntag, ihr wisst schon, der auch u.a. Currans Der Leichenkönig übersetzt hat, mit dem mich ja aber auch eine jahrelange Zusammenarbeit rund ums Theater verbindet. Und mit dessen Frau Ela ich wiederum neulich gemeinsam mit Judith C. Vogt, einer Autorin, die ich in jüngster Zeit ja sowieso massiv schätzen gelernt habe, im Internet ein kurzes Gespräch rund um das Thema Kurzgeschichten hatte, woraus wiederum bei Ela dieser spannende Beitrag hier erwuchs, dem ich auch, sowie ich endlich die Zeit finde, hier noch eine richtige Antwort widmen möchte. Und werde.

Und dabei geht es mir jetzt nicht darum zu sagen: „Guckt mal und findet mich toll, weil ich tolle Freunde habe!“ Die habe ich, aber das ist nicht der Punkt.
Vielmehr finde ich es einfach wichtig, jetzt auch für mich und einfach die Art, wie ich selber die Welt wahrnehme, anzuerkennen, mit wie vielen tollen Menschen wir alle täglich immer wieder in Berührung kommen. Und wie wir, gerade wir, in unserer Zeit, darauf aufbauend aus einem Fundament der Kreativität schöpfen können, das es uns ermöglicht, Sprünge zu tun, von denen wir selber in früheren Lebensphasen zwar geträumt haben, die wir da aber nicht für realistisch befunden hätten.
Und dafür bin ich dankbar.
Weshalb ich das hier schreibe.

So, aber genug davon.
Wenn es ein Blog-Äquivalent dazu gibt, haltlos zu brabbeln, ist das hier wohl eine gute Annäherung gewesen. Macht aber denke ich nichts. Die kommenden Beiträge hier, das zumindest sei zugesichert, werden dann auch wieder zielgerichteter ausfallen.

Viele Grüße,
Thomas

2 Kommentare zu “Postings, Bücher, Konventionen (ungeordnete Gedanken)

  1. Ich finde „haltlos Brabbeln“ ist ein wunderschönen Ausdruck…has du den getrademarked, oder darf ich den in meinen aktiven Sprachgebrauch überführen?

    Das mit dem Kaffee müssen wir dann demnächst nochmal wiederholen, wenn ich nicht nur so im Vorbeigehen ein Hallo in den Raum werfen kann, ok?;-)

    VLG Ela

    • Du darfst „haltloses Brabbeln“ natürlich sehr gerne verwenden =)
      Und auf den Kaffee komme ich sehr gerne zurück – bald sind die Drucklegungstermine für die großen Messen durch, dann hab ich auch wieder mehr Luft um mich zum atmen!

      Viele Grüße,
      Thomas

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