Seelenworte

Haben Sie schon mal über die Einbände von Taschenbüchern nachgedacht?

Oder:

Gibt’s dieses Paperback auch als Taschenbuch?

Hallo zusammen!

Die Tage wurde ich via Facebook auf einen schönen Artikel aufmerksam, der bei Phantanews.de unter dem Titel „Vom Taschenbuch zum Paperback — Evolution oder Abzocke?“ erschienen ist, und der einmal mehr auf ein spannendes Phänomen hinweist, das ich hier eh mal ansprechen wollte.

Generell hat es sich ja in Deutschland glaube ich durchgesetzt, dass eine ganze Reihe Begriffe, die grob das gleiche Produkt bezeichnen könnten, sehr willkürlich in einen Topf geworfen werfen. Begriffe wie Taschenbuch, Broschur und Paperback etwa. Insbesondere die scheinbare Gleichsetzung von Taschenbuch und eben Paperback ist es, die nun derzeit für eine nicht ganz unwesentliche Verwirrung sorgt.
Denn de facto wird dort heute ein Unterschied gemacht. Schaut man beispielsweise bei den Spiegel-Bestsellern vorbei, so sieht man, dass das Ranking mittlerweile drei Geschmacksrichtungen hat – Hardcover, Taschenbuch und eben auch Paperback.

Ich will mich jetzt aber auch gar nicht in Etymologie verlieren. Die Versuche, deutsche und englische Buchkategoriebegriffe zueinander abzugrenzen sind im Grunde genauso zum Scheitern verurteilt wie etwa die Begriffe der Filmfachsprache; es gibt auf beiden Seiten bei zu vielen Begriffen keine ordentliche Trennschärfe und die Begrifflichkeiten an sich sind auch sozusagen nicht alle 1:1 äquivalent, sondern in ihren Bedeutungsräumen leicht verschoben, sodass das eine Schlacht ist, die ich gerne anderen Feldherren überlasse.
Worüber man aber ja durchaus mal reden kann ist der De-Facto-Zustand heute. Weiterlesen