Das waren Medien 2019

Hallo zusammen!

Wie auch im Vorjahr will ich auch dieses Mal wieder alles etwas gebündelter abhalten, das hat sich denke ich durchaus bewährt. Es gilt dabei wie immer, dass es schlussendlich um Medien geht, die ich 2019 konsumiert habe – das Erscheinungsjahr ist dabei für mich weniger ein Kriterium.

Ach ja, und für die jährliche Statistik – ich habe 2019 36 Filme gesehen, davon exakt die Hälfte im Kino. Ich habe 19 Staffeln von 17 Serien gesehen und ich habe 19 Videospiele gespielt, dieses Jahr ausnahmslos auf der Switch. Und gemäß meiner jährlichen Challenge war ich erfolgreich und habe mit 52 Büchern mein Jahresziel von 50 Büchern geknackt, wobei ich wie immer Graphic Novels gezählt, Rollenspielregelwerke allerdings ignoriert habe, weil Arbeit.
Alles in allem ein gutes Jahr, bei dem nur auffällig ist, dass ich deutlich weniger Filme gesehen habe. Einen tollen Grund dafür habe ich allerdings nicht, insofern … nicht länger aufgeschoben, hier meine Favoriten:

Bücher, Belletristik: Bradley, Alan: The Sweetness at the Bottom of the Pie. Der erste Flavia-de-Luce-Band ist eine toll geschriebene, sympathische Geschichte voll skurriler Figuren und liebe zum Setting.
Bücher, Sachbuch: Hübl, Philipp: Die aufgeregte Gesellschaft. Achtung, Voreingenommenheit1, aber ich fand die zugleich von Philosphie und Neurowissenschaft gespeiste Untersuchung unserer aktuellen gesellschaftlichen Lage extrem spannend und erhellend.
Bücher, Comic: Diverse: Star Wars Vector I: Der Muur-Talisman und Star Wars Vector II: Plage der Vergangenheit. Zugegebenermaßen hat mich kein Comic 2019 wirklich gerockt, aber ich mag Crossover-Events und dieser Mehrteiler quer durch diverse Reihen war schon ziemlich gut umgesetzt.
Spielfilm, Kino: Star Wars: The Rise of Skywalker. Ja. Ja, ich weiß. Ich sehe all die Schwächen des Films, ich sehe all die Probleme. Aber ich bin einfach rundum grinsend aus dem Kino gekommen und manchmal tut es einfach gut, das Kind im Manne mal wieder zu treffen. (Extrem dicht dahinter kommt aber auch Avengers Endgame. Extrem dicht.)
Spielfilm, Heimkino: Interstellar. Die Kunstfertigkeit von Nolans Regiearbeit ist für mich einfach ohne Zweifel, McConaughey und Hathaway kann ich immer wieder gucken und der Film macht einige wirklich schöne Dinge mit Zeitebenen.
Serie: Chernobyl. Die Faktentreue und das Gespür für dennoch nötige, dramaturgische Freiheiten, die exzellente Inszenierung, die tollen Darsteller und ein Thema, das mich seit Jahren reizt, machen die Wahl hier sehr einfach.
Dokus: Abstrakt – Design als Kunst, Staffel 2. Wie auch schon die erste Staffel ist die Auswahl teils ungewöhnlicher Kunstdisziplinen, interessanter Leute, die liebevolle Umsetzung und die Hingabe für den Akt des Erschaffens ohnegleichen.
Animation, Film: Asterix im Land der Götter. Die CGI-Adaption des Comics Die Trabantenstadt ist rundum viel besser gewesen, als ich erwartet habe. Kein Meilenstein, aber nach Jahren der Durststrecke ein Asterix, an dem man einfach Freude haben kann.
Animation, Serie: Der Prinz der Drachen, Staffel 2. Der hier ist ein bisschen schwierig – ich mag die Serie wirklich und empfehle sie von Herzen, es war aber auch die einzige Animations-Staffel, die ich 2019 gesehen habe. Nun ja: gewählt ohne Gegenkandidaten.
Musik: Tessa Violet: Bad Ideas. Ich mag die Künstlerin, ihr immenses Gespür für Selbstinszenierung, aber auch den … ungefilterten Charme, der davon manchmal ausgeht. Als Gesamtprodukt mein Favorit. Aber Kettcars neue EP Der süsse Duft der Widersprüchlichkeit gewinnt, wenn man es rein musikalisch betrachtet.
Podcast: The Chernobyl Podcast. Ja, genau, der zur Serie weiter oben. Serienschöpfer Craig Mazin berichtet in je einer Episode pro Serienfolge über die Adaption, reale Fakten, Anpassungen und zusätzliche Hintergründe. Eine unbezahlbare (und unvergleichliche) Ergänzung.
YouTube: Easy Allies. Lasst mich 2018 zitieren: „Alles was von dort kommt, vom Podcast (gecheated, ich weiß) bis zur Review, all ihre Formate, all das bildet für mich einen maßgeblichen ‚Happy Place‘.“ (Auch wenn Outside Xbox und Outside Xtra auch wichtiger Teil meiner müderer Feierabende sind.)
Videospiel: Hellblade – Senuas Sacrifice. Was. Ein. Tolles. Spiel. Eine mitreißende Story, mit die besten „schauspielerischen“ Leistungen in einem Videospiel und einfach eine von vorne bis hinten atmosphärisch dichte Erzählung, die es auch noch schafft, ein brisantes Thema behutsam einzubetten. Exzellent!
Rollenspiel: Mage: the Ascension – Gods & Monsters. Das war kein Buch, von dem ich wirklich viel erwartet hatte, aber die immense Tiefe und die Bereitschaft, Mythen mit Respekt gegenüber den Kulturen, denen sie entstammen, abzubilden, haben mich ziemlich beeindruckt. Ich singe Magus‘ Loblied ja eh dauernd, aber man übersieht leicht, wie bemerkenswert dieses Spiel auf einer Meta-Ebene ist.

Und das war die Zusammenfassung. Insgesamt bin ich medial mit 2019 ziemlich zufrieden. Es gab so ein paar Kategorien, wo’s mir ein wenig an klar definierten Highlights gemangelt hat, aber insgesamt fand sich eigentlich überall etwas, was mir das Jahr wirklich bereichert hat.
In diesem Sinne: Schauen wir doch mal, was 2020 so zu bieten haben wird. Ich erhoffe wir ja durchaus Großes!
(Und über meine eigenen medialen Beiträge dazu, darüber dann morgen an dieser Stelle hier mehr.)

Viele Grüße,
Thomas


  1. Ich bin mit Philipp Hübl weder persönlich bekannt noch in Kontakt; er war allerdings einer meiner Dozenten an der RWTH Aachen. Insofern ist natürlich nicht überraschend, dass sich sein wissenschaftliches Weltbild und meines in vielen Punkten decken. 

Ein Kommentar zu “Das waren Medien 2019

  1. Vielleicht sollten wir mal einen Film Podcast machen zum Thema „wie man unterschiedlicher Meinung sein kann und sich trotzdem noch mag“…fiel mir nur grade auf weil zum wiederholten Male Filme auf deiner Best Of Liste stehen, die absolut nichts für mich waren, was aber glaube ich keinen von uns irgendwie zu schlechteren oder dümmeren Menschen macht. ;-)

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