Hallo zusammen!
Ich nutze eigentlich nie die Reblog-Funktion von WordPress, einfach weil ich denke, ich möchte doch eigentlich neue Gedanken teilen und keine alten aufwärmen. Aber durch reinen Zufall sah ich gerade, dass heute auf den Tag genau vor exakt 10 Jahren mein Artikel Die Dinge einfach mal nicht kacke finden. Ein Plädoyer. an den Start ging.
Bis heute glaube ich mein am häufigsten gelesener, definitiv mein meist-zitierter und ein bisweilen online sogar als „Michalski-Methode“ oder „Michalski-Prinzip“ kolportierter Artikel. Und leider gefühlt nicht nur weiterhin aktuell, sondern medial gerade sogar aktueller denn je.
Der Easy-Allies-Bezug ist anno 2026 nicht mehr so ganz zeitgemäß, aber da hab ich auch einen Artikel zu. Joss Whedon als Fan-naher Macher … nun. Schwierig.
Und ja, gut, die Referenz auf Warcraft: the Movie ist in die Jahre gekommen. Aber ihr findet passende Pendants schon alleine im letzten Monat. Da müsst ihr nur schauen, wie Leute unbesehen von The Mandalorian and Grogu bis Masters of the Universe keinen Verriss scheuen – das Bilden einer eigenen Meinung viel zu oft aber schon. Und ich habe die Befürchtung, Supergirl wird sich da auch einreihen.
Die fadenscheinigen Begründungen haben ein paar neue Strohmänner bekommen („Der Film ist schlecht, weil die Box-Office-Zahlen niedrig sind“, ist gerade gefühlt im Trend).
YouTube-Videos sind mit suggestiven Titeln („The real problem with …“, „Why … failed“) und albern-verzerrten Fratzen weitaus aufdringlicher geworden.
Und bisweilen wird irgendein geradezu performativer maximaler Fatalismus vorgeschoben – „Alles was heute erscheint ist doch eh Mist, das muss ich gar nicht anschauen um das zu wissen“, mit leidvoll an die Stirn gelegtem Handrücken –, der 2016 noch nicht so loderte, aber im Kern, im Herzen ist alles, was ich damals schrieb, nach wie vor gegeben.
Gerne würde ich ja sagen, dass in zehn weiteren Jahren das dann endlich der Vergangenheit angehört – allein mir fehlt der Glaube.
Was mir nicht fehlt, ist die Hoffnung. Und zu der – und letztlich zur Verbesserung der Welt – können wir alle gemeinsam beitragen.
Insofern bleibt wenigstens für heute mein Appell nur minimal aktualisiert gegenüber dem vor einer Dekade:
Teilt eure Freude.
Erzählt euren Freunden, wie cool und großartig dieses oder jenes Medium ist.
Sucht nach dem Zauber, den Filme, Bücher, Videospiele und Musik ausüben; und wenn ihr ihn findet, lasst euch verzaubern.
Seid gehyped.
Versucht einfach mal, die Dinge nicht direkt wieder kacke zu finden.
Und falls ihr auch blogt, sozialmedial postet, podcasted, ein Videoformat auf Youtube habt oder einmal in der Woche im Kurpark als singende Currywurst auftretet – dann tragt es in die Welt.
Teilt eure Liebe zur medialen Unterhaltung eurer Wahl mit den Menschen um euch.
Teilt eure Leidenschaft.
Begeistert sie mit eurer Begeisterung.
Steckt sie alle an mit eurem Eifer.
Danke, dass viele von euch das seit 10 Jahren immer wieder tun. Wir sind noch immer zu wenige, aber das Leben ist einfach schöner, wenn man das Gute versucht zu teilen, anstatt immer nur alle auf das zweifelsohne auch gegebene Schlechte hinzuweisen.
Viele Grüße,
Thomas






Wen hingegen meine berufliche Arbeit als Verlagsleiter und leitender Layouter für Ulisses Spiele interessiert, findet