Sieben Jahre Seelenworte (und ein Spendenbutton)
Hallo zusammen!
Jubiläum!
Ich betreibe diese Seite heute an diesem Tage exakt seit sieben Jahren. Am 28. April 2008 ging das erste Posting online; und auch wenn es bis zum ersten regulären Beitrag dann noch mal bis September dauern sollte, so war dies doch der Startschuss. Die Seite hat sich seither gemacht, denke ich und gerade dieses Jahr bemerke ich einen Anstieg in eigentlich allen Punkten: Besucherzahlen, Kommentare, Feedback auf anderen Kanälen.
Das macht mich glücklich, macht mich froh. Ich schreibe hier ja aus Hobby, einfach weil es Spaß macht, Gedanken in wirkliche Worte zu kleiden und – das ist vielleicht dreist, aber schon ein Antrieb – ich glaube auch, dass ich genug zu sagen habe, was jemanden interessieren könnte.
In dem Maße wie mein Tun und Treiben sich immer weiter „diversifiziert hat“, so übertrug sich das auch immer mehr auf die Seelenworte – aus Anfangs Büchern und Geisteswissenschaften ist ja mittlerweile ein Themenwust von Literatur bis Layout, von Rollenspiel bis Tanz und Ballett, von Filmen bis Youtube, von Podcast bis Fotografie geworden.
Dies hier ist mein 883. Beitrag auf dieser Seite. Also etwa zweieinhalb Beiträge pro Woche über sieben Jahre; ich denke, das ist nicht übel. Wie viele Worte das insgesamt sind, kann ich gar nicht mehr feststellen. Es dürfte aber, alles in allem, so manches Buch füllen, würde man es ausdrucken. Einige Beiträge waren ja eher Hinweise auf andere Baustelle, andere sogar Artikel mit Lehrabsicht. Politik ist etwas, was ich hier weitestgehend versuche zu vermeiden, fest glaubend, dass dies kein Thema ist, mit dem ich mich online komfortabel herumtragen kann. Andererseits gab es immer mal wieder Themen, die zu stark waren für diesen Vorsatz – mein langer Artikel zu HeForShe war so einer.
Aber all das macht es vielleicht etwas krude zu klassifiszieren, was diese Seite eigentlich ist.
Es ist nicht meine älteste Webseite – das wäre die DORP, die mehr als doppelt so alt ist.
Es ist auch nicht mein ältester Blog – das wäre die Eifelarea-Film-Seite, die ein Jahr und drei Monat jünger ist.
Aber ich sehe Seelenworte schon seit vielen Jahren einerseits als „Hub“ für alles, was ich tue – wenn ich etwas tue, lest ihr vermutlich hier mindestens einen Verweis darauf –, wie auch als persönliche Anlaufstelle. Das verbindende Element von allem, was hier erscheint, ist, dass es mir wichtig ist. Das scheint goutiert zu werden, sogar obschon ich gegen die große Internet-Regel, dass keiner mehr lange Texte lesen würde, gewissermaßen ja schon systematisch verstoße, und insofern sehe ich auch gerade nichts, was uns in dann drei Jahren davon abhalten sollte, hier „10 Jahre Seelenworte“ zu feiern.
Auch finde ich es schön, euch hier sozusagen die Möglichkeit zu geben, mit mir gemeinsam weiter diesem obskuren Wunschtraum nachzujagen. Auf dieser Reise, die schon vor den Seelenworten ihren Anfang nahm.
Sie begann mit einem kleinen Jungen, der in einer Zeit, als Telefone noch Wählscheiben hatten, auf einer Schreibmaschine das Schreiben begann. Hinweg über einen Mittelstufler, der, angesteckt von der tiefen Begeisterung seines Deutschlehrers für die Literatur, beschloss, auch sowas mit Büchern studieren zu wollen. Der nach seinem Zivildienst an die RWTH ging und irgendwo in diesem Zeitfenster auch diese Seite ins Leben rief.
Und an jedem kleinen und großen Erfolg seither – und einige waren das ja schon –, konnte ich euch teilhaben lassen. Aber auch an versäumten Zielen, gering besuchten Workshops, auch daran konntet ihr – und könnt ihr wie auch bei den Erfolgen weiterhin – teilhaben.
Ein Thema möchte ich nun aber noch anhängen, und sei es nur, um es aus der Welt zu haben.
Es ist ein Thema, das ich noch nie mochte: Das Geld.
Diese Webseite hier und alles drumherum kostet leider halt auch Geld. Nicht immens viel, aber eben doch immer „ein Sümmchen“, wenn man alles aufaddiert. Die Domain, die Werbefreiheit (WordPress schalten sonst bisweilen Werbebanner, was ich hier aber einfach nicht möchte), ein paar weitere WordPress-Addons, um mal Beispiele zu nennen. Auch viele Folgen Easy Props kosten eben doch dann einige Euro an Zutaten, was sich über ein Jahr leider auch summiert.
Und somit frage ich mich schon eine Weile, was man da Geschicktes tun könnte, denn eigentlich will ich ja gar nichts haben für die Sachen, die ich hier online stelle. Was also tun?
Werbebanner sind der Teufel und das einzige, was an ihnen optimiert ist, ist der Quotient, möglichst viel Ärger für den Nutzer bei möglichst geringem Gewinn für den Anbieter aufzuweisen. Also nein.
Auch will ich eigentlich nicht in jeden zweiten Beitrag erwähnen, wer der beste Anbieter für gesprochene Audio-Unterhaltung ist, bei wem man die günstigsten Domains bekommt und welcher Webseiten-Baukasten der Tollste ist.
Theoretisch verdiene ich an Amazon-Bestellungen direkt über diese Seite; aber ihr scheint brav zu sein und alle lokal zu kaufen (oder jedenfalls nicht über diese Seite), denn darüber kommt halt auch nichts rein.
Patreon finde ich interessant, aber nicht wirklich bei meinen Besucherzahlen und allgemein habe ich dort noch so meine Zweifel, was das Modell und die Akzeptanz hierzulande angeht.
Es war dann Tobias Cronert (hab sein Blog hier auch zu lange nicht mehr empfohlen!), der mich schon vor einigen Monaten auf eine Idee brachte, die umzusetzen ich aber mal ein paar freie Stunden brauchte; so wie gestern. Und somit präsentiere ich, völlig unspektakulär: Den Paypal-Spenden-Button!
Hier ist der Deal: Ich verspreche euch, hoch und heilig, nicht in jedem Post darauf hinzuweisen. Rechts in der Seitenleiste steht er nun und ich werde denke ich am Ende der monatlichen Zwischenstände in einem Satz darauf hinweisen – und gut ist.
Auch bleibt es rein optional. Es wird hier keine Paywalls, keine Zuwendungen und keinerlei andere Ungerechtigkeit geben. Wenn ihr einfach nur mitlest, soll mir das Recht sein. Wenn ihr aber umgekehrt denkt, dass euch die vielleicht ja regelmäßigen Besuche hier im Blog geldwert sind, dann habt ihr jetzt ja zumindest eine Möglichkeit, mir was zuzustecken.
Ich habe jetzt, wo ich das hier gerade tippe, auch gar keine Idee, ob das irgendwie fruchten wird. Vielleicht findet ihr’s ja auch alle doof; dann reden wir halt nie wieder drüber. Wenn’s aber angenommen wird, dann überlege ich mir definitiv noch ein Dankeschön – aber eben eins ohne Paywall und Bevorzugungen.
Nun ja, wir werden sehen.
Die nächsten Beiträge stehen alldieweil sogar schon fest!
Viele Grüße,
Thomas






Wen hingegen meine berufliche Arbeit als Verlagsleiter und leitender Layouter für Ulisses Spiele interessiert, findet