Hallo zusammen!
Die vergangene Woche markiert gewissermaßen gleich drei mehr oder weniger für Außenwelt interessante, mir aber wichtige und unterschiedlich signifikante Abschlüsse definitiv kreativer Arbeit meinerseits.
Bereits unter der Woche habe ich meinem Nachfolger als Chef der DORP, dem Scorp, mein Szenario Die 1W6 Freunde und die Wurst des Verderbens als gelayoutete PDF-Datei zugeschickt. 17 Seiten lang, optisch nicht ganz in der obersten Liga unseres eigenen Materials, aber hübsch und auf jeden Fall sehr gut spielbar.
Wann genau es allerdings nun erscheinen wird, ist noch nicht ganz ausgeknobelt.
Dann, am Samstag, war ein weiterer Hilde-Drehtag. Vermutlich, so wie sich das Wetter entwickelt und so wie unsere Terminpläne ausschauen, der letzte große Außen-Drehtag für 2010. Das wird mir wohl sowohl hier als auch im Eifelarea-Blog – wo es auch von diesem Drehtag bereits wieder Fotos gibt – noch eigene Beiträge wert sein, aber generell ist das Projekt hervorragend angelaufen. Wenn man bedenkt, dass ich die erste Mail, ob man das vielleicht angehen könnte, nach Fertigstellung einer ersten Synopsis im Februar geschrieben habe, im April das Drehbuch stand und wir nun, im August, fast die Hälfte des Films abgekurbelt haben, ist das wohl ohne Zweifel ein mehr als nur ordentliches Ergebnis. Ich werde den Tag nicht vor dem Abend loben, wir haben in der kalten Jahreszeit einen und kommendes Jahr auch noch mal drei oder vier Drehtage, die im Schnitt komplexer werden als jene, die nun hinter uns liegen – aber das ist dennoch eine hervorragende, erste Saison für so ein Projekt.
Ich gebe auch zu, ziemlich stolz zu sein!
Die dritte Errungenschaft kam dann gestern zu Stande und betrifft direkt nur relativ wenig Leute, aber ich will sie nicht verschweigen. Und für Nicht-Rollenspieler vielleicht unverständlich; kann man also überspringen.
Gewissermaßen für das feste Inventar des LARP-Vereins Condra, also all jene, die bei eigenen Veranstaltungen immer die Organisation machen und daher seltener zum aktiven Spielen kommen, wollten wir einen kleinen Tag im Aachener Stadtwald organisieren.
Der kleine Tag ist nun, nach Monaten der Planung, unter dem Titel Von Freunden und Feinden, gestern also da gewesen. Über 30 Nichtspieler-Charaktere haben also unter zwanzig Spieler bespaßt, viele potentielle Nebenhandlungen, mit irrsinniger Liebe zum Detail ausgestaltete Handouts (ich habe ein Gedicht geschrieben, dass dann von einer Bekannten in Kalligraphie verwandelt wurde, wir hatten ein eigens angefertigtes Märchenbuch vor Ort, 50 handgeschriebene Gebetszettel mit Fürbitten etc. pp.) und ein regenreicher, aber insgesamt sehr schöner Tag haben diese echt anstrengende Woche abgerundet.
Wer die Idee übrigens nicht vom Fleck weg direkt doof findet, dem kann ich generell auch nur raten, sich insgesamt mal ein (gutes) LARP anzuschauen. Auch, vielleicht gerade, wenn man selber auch etwa schreibt.
Man lernt eine Menge dort, was man zwar aus Büchern oder Filmen erahnen kann, was aber in persona eine ganz neue Perspektive einnimmt. Ich habe da Anfang 2009 mal einen Text zu im DORP-Blog veröffentlicht, den ich bereits 2006 verfasst hatte. Ich denke, ich werde das demnächst mal durch was Neues an dieser Stelle hier ergänzen.
Lange Rede, kurzer Sinn: Das sind drei gar nicht mal so geringe Zeitfresser, die damit nun auch erfolgreich geschafft sind – und passend zum schlechteren Wetter habe ich wieder erheblich mehr Zeit, mich um Schleier aus Schnee zu kümmern. Beispielsweise jetzt gleich, sowie ich diesen Beitrag hier erfolgreich abgeschickt habe.
Viele Grüße,
Thomas









Wen hingegen meine berufliche Arbeit als Verlagsleiter und leitender Layouter für Ulisses Spiele interessiert, findet