Spiegel Roadkill Hegemann
Hallo zusammen!
Ich mache es kurz, denn zum aktuellen „Fall Hegemann“, wie die Presse so schön sagt, ist eigentlich alles schon mehrfach gesagt worden, was es dazu zu sagen gibt. Etwa hier in der FAZ, alle weiteren Quellen liefert Google gerne auf Nachfrage. Nur eines muss ich loswerden, und das führt uns, mal wieder, zum beliebten Teil „Ich Vs. Der Spiegel“.
Im Spiegel 7/2010, ja, das ist die Ausgabe von letzter Woche mit dem Todsünden-Artikel, der in seiner Polemik eigentlich auch gut auf irgendeinem Bibel-Sender aufgehoben gewesen wäre, ist auch zu der Abschreibe-Geschichte der Hegemann ein längerer Text. Und das ehrlich faszinierende daran ist das Fazit.
Menschen, die Bedeutsames und kulturell Geprägtes erkennen, aufgreifen und verarbeiten könnten, heißt es da, seien halt Stars. Und was sie tun sei auch nicht böse gemeint.
Meine Herren. Ich habe lange nichts mehr gelesen, was die Idee vom Urheber- und vor allem Nutzungsrecht, das Autoren an ihren Texten habe, derart mit Füßen tritt. Wohlgemerkt meine ich nicht Hegemann, sondern den Artikel im Spiegel. Es klingt so, als sollten die Kritiker doch mal ruhig sein, immerhin ist das Buch der Hegemann gut und immerhin ist der Mann, von dem sie abgeschrieben hat, jetzt auch ins Quellenverzeichnis wie auch in die Danksagungen aufgenommen worden. Ich finde das auf seine Weise beängstigend und bedrückend zugleich…
Ich mag das darüber hinaus gar nicht weiter kommentieren. Wer das Ding noch in die Finger kriegt: Einfach selber mal lesen und eine Meinung dazu bilden. Und wer gerade dabei ist, kann auch direkt in der aktuellen Ausgabe – ja, das ist die mit dem handwerklich ganz cool gemachten Westerwelle-Hulk-Cover – weiter lesen. Da ist auch ein Text zum Thema drin, aber mit dem fange ich erst gar nicht an hier…
Das bitterste aber ist: Man merkt, irgendwie geht es ja gar nicht um das Buch.
Es geht um die Autorin und um die Story rund um das Buch selbst.
Das ist nicht meine Sicht auf Literatur. Aber gut, die muss ja auch niemand teilen.
Ich wünsche euch dennoch einen tollen Start in den Tag!
Viele Grüße,
Thomas






Wen hingegen meine berufliche Arbeit als Verlagsleiter und leitender Layouter für Ulisses Spiele interessiert, findet